18. November

Kommunalwahl 2025 in Apenrade: 14 Parteien und Listen stehen auf dem Stimmzettel

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Drei neue Parteien buhlen am 18. November um die Gunst, genauer um die Kreuze, der Wahlberechtigten in der Kommune Apenrade.

Wahlbündnisse, neue Wählerlisten, Kandidatinnen und Kandidaten von Venstre, Sozialdemokraten, Konservativen, Schleswigscher Partei, Dänemarkdemokraten, Einheitsliste und weiteren – wer 2025 in Apenrade zur Kommunalwahl antritt, wie die Geschlechterverteilung aussieht, wer die Spitzenkandidaten sind und welche politischen Richtungen um Mandate im Stadtrat kämpfen, ist diesem Artikel zu entnehmen.

Am 18. November sind die Bürgerinnen und Bürger in der Kommune Apenrade zur Wahl aufgerufen – und sie haben wahrlich die Wahl: Insgesamt 14 Parteien und Listen stellen sich dem kommunalpolitischen Votum. Seit Montag ist klar, wer antritt – die Frist für die Kandidaturen ist abgelaufen. Es sind in Apenrade 31 Plätze zu verteilen.

Drei neue Listen bereichern das Kandidatenfeld: Die Dänemarkdemokraten (Wahlkürzel Æ), Smilla og Borgernes Liste (E) sowie eine neue Lokalliste (J). Nicht mehr dabei sind in diesem Jahr Die Alternative und Die Neuen Bürgerlichen (Nye Borgerlige), die 2021 noch zur Wahl antraten.

Vier Wahlbündnisse geschlossen

Vier Listenverbindungen wurden offiziell gemeldet – ein Instrument, das sich auf die Verteilung der Restmandate auswirken kann:

  • A + F: Sozialdemokraten und Volkssozialisten
  • I + O + Æ: Liberale Allianz, Dänische Volkspartei und Dänemarkdemokraten
  • E + J: „Smilla und die Bürgerliste“ Liste und Lokalliste
  • B + K + M + S: Radikale, Christdemokraten, Moderate und Schleswigsche Partei

Viele Frauen – lange Liste

Die Sozialdemokraten (A) schicken 14 Kandidierende ins Rennen – acht Frauen und sechs Männer. Erik Uldall Hansen führt die Liste an. Er ist derzeit 1. Vizebürgermeister sowie Vorsitzender des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung. Die Partei tritt mit gleichrangiger Liste an: Wer ein Mandat erhält, entscheidet ausschließlich die Zahl der persönlichen Stimmen.

Auch die Radikalen (B) haben sich für Gleichrangigkeit entschieden. Bei einem einzigen Kandidaten fiel diese Wahl wahrscheinlich nicht so schwer.

Die Konservativen (C) treten mit 20 Namen an – darunter nur zwei Frauen. Die Liste wird vom amtierenden Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Pattburg/Padborg) angeführt. Interessant: Unter den Kandidaten ist auch Christian Panbo, der nach einem Zerwürfnis mit der Sozialdemokratie zu den Konservativen wechselte.

Parteiliste oder gleichberechtigt? Unterschiedliche Modelle

Manche Parteien setzen auf die klassische Parteiliste, bei der die Reihenfolge der Kandidierenden entscheidet, andere – um nicht zu sagen die meisten – haben sich auf die gleichberechtigte Aufstellung festgelegt, bei der nur die persönliche Stimmenzahl zählt.

So treten etwa Smilla und die Bürgerliste (E) mit einer Parteiliste an. Sollte die Liste ein Mandat erringen, zieht Smilla Rose Avram ins Stadtparlament ein – selbst dann, wenn ihr Listenzweiter, Poul Erik Bøgelund, mehr Stimmen erhalten sollte.

Auch die Volkssozialisten (F) – mit sieben Kandidierenden – nutzen die Parteiliste. Michael Christensen aus Kollund führt die Liste an. Das Geschlechterverhältnis ist so gut wie ausgewogen: vier Männer, drei Frauen.

Die Liberale Allianz (I) tritt mit zehn Namen an – darunter nur eine Frau, die allerdings auf dem letzten Listenplatz steht. Da es sich um eine gleichberechtigte Liste handelt, hat sie die gleichen Chancen auf eine Wahl wie ihre männlichen Mitstreiter.

Lokale Persönlichkeiten und bekannte Rückkehrer

Die neue Lokalliste (J) wird angeführt von Jan Køpke Christensen, der 2021 noch für die Neuen Bürgerlichen ins Stadtparlament einzog. Nach einem parteiinternen Bruch war er eine Zeit lang parteilos – nun tritt er mit einer eigenen Liste an. Acht Personen (sechs Männer, zwei Frauen) kandidieren.

Die Christdemokraten (K) setzen allein auf Ester Esmarch aus Bülderup-Bau (Bylderup-Bov).

Die Moderaten (M) schicken vier Personen ins Rennen, angeführt von Peter Maindal, Feldstedtholz (Felstedskov). Nur eine Frau ist auf dieser Liste vertreten.

Bei der Dänischen Volkspartei (O) verdrängte Hans-Christian Gjerlevsen, ehemals bei den Neuen Bürgerlichen, den vorigen Spitzenkandidaten Arne Leyh Petersen. Interessant: Ejler Schütt, der sich 2021 aus Altersgründen zurückgezogen hatte, kandidiert nun doch wieder – als letzter von zehn Namen (sechs Männer, vier Frauen).

Schleswigsche Partei und Venstre mit großen Teams

Die Schleswigsche Partei (S) tritt mit 15 Personen an – sechs Frauen, neun Männer. Trotz geschlechtlicher Ungleichverteilung setzt auch die SP auf eine gleichberechtigte Liste.

Venstre (V) stellt mit 22 Kandidierenden das größte Team – angeführt von Thomas Andresen, der bis 2022 Bürgermeister war. Mit sechs Frauen und 16 Männern ist auch hier das Geschlechterverhältnis unausgewogen.

Neue Namen auf dem Wahlzettel

Die neu gegründeten Dänemarkdemokraten (Æ) treten mit fünf Personen an. Spitzenkandidat ist Kaj Dam Rasmussen aus Apenrade.

Ganz unten auf dem Stimmzettel findet sich die Einheitsliste (Ø). Die linksgrüne Partei schickt zwei Kandidierende ins Rennen, und dennoch kann es entscheidend sein, dass der Name von Birthe Oesterling Andersen oben steht. Die Einheitsliste hat sich nämlich für die Parteiliste entschieden.