Politik

Das sind die Frauenanteile in Nordschleswigs Kommunalparlamenten

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Die SP – hier die Fraktion im Sonderburger Stadtrat – hat bei der letzten Kommunalwahl 2021 zehn Mandate in Nordschleswig gewonnen. Nur vier von ihnen gingen an Frauen (Archivfoto).

Seit 1915 dürfen Frauen in Dänemark wählen und gewählt werden. Das gleiche Wahlrecht führt aber auch 110 Jahre später nicht dazu, dass Frauen und Männer gleichermaßen in der Politik mitmischen. In Nordschleswigs Stadträten sind von insgesamt 124 Abgeordneten 38 weiblich. Den höchsten Frauenanteil hat die Kommune Hadersleben.

Es geht um Teilhabe, es geht um Repräsentanz, und es geht um bessere Politik: Frauen kämpfen seit Jahrzehnten für mehr Teilhabe an politischen Entscheidungen.

Aber auch 110 Jahre nachdem das Wahlrecht für Frauen ins Grundgesetz aufgenommen wurde, sind Frauen und damit auch ihre Interessen in allen Parlamenten des Landes unterrepräsentiert.

Rund ein halbes Jahr vor der Kommunalwahl wirft „Der Nordschleswiger“ einen Blick auf den Status quo in den Kommunalparlamenten Nordschleswigs.

Insgesamt 124 Sitze gibt es in den vier Parlamenten in der Region. Gerade einmal 38 davon werden von Frauen besetzt – das entspricht einem Frauenanteil von knapp über 30 Prozent.

Schlusslicht ist der Stadtrat in Sonderburg (Sønderborg), in dem Frauen sieben von 31 Mandaten erhalten haben. Spitzenreiterin ist die Kommune Hadersleben (Haderslev). Hier sind 12 der 31 Abgeordneten weiblich.

Allein 98 der insgesamt 124 Sitze in den vier Kommunen entfallen auf die Parteien Venstre, Sozialdemokratie, Konservative und die Schleswigsche Partei. Ihre Kandidaten- und Kandidatinnenlisten entscheiden maßgeblich darüber, ob Frauen entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung der Region im Kommunalparlament vertreten sind.

Das sind die Frauenanteile in ihren Reihen: