Bauprojekt

Augustenburger Hafen: Neue Pläne für ein modernes Stadtviertel

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Die Stadt Augustenburg ist auf das Barockschloss ausgerichtet, das 1663 erbaut wurde. Am Hafen stehen seit Jahrzehnten Silos, die ungewollt zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Die Pläne sehen den Abriss dieser Silos vor.

Die Umgestaltung des Hafens in Augustenburg muss neu gedacht werden. In einem öffentlich-privaten Partnerschaftsmodell will die Kommune Sonderburg das Gebiet in ein modernes und lebendiges Quartier mit Wohnungen, Freizeitflächen und einer Marina entwickeln. Das historische Lagerhaus soll zum Herzstück werden.

Im Mittelpunkt der Entwicklung des Hafens in Augustenborg stehen umfassende Pläne der Kommune Sonderburg (Sønderborg) gemeinsam mit privaten und öffentlichen Partnerinnen und Partnern. Die Kommune macht damit eine Not zur Tugend: Gespräche mit einem Großinvestor verliefen erfolglos, kein Bauherr wollte sich des Projekts annehmen. „Jetzt müssen wir neu denken und den Prozess neu anstoßen“, sagt Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokratie) nach der jüngsten Sitzung des Ökonomieausschusses, wo das Projekt auf der Tagesordnung stand.

Ziel ist, das bisherige Industrieareal am Hafen von Augustenburg in ein modernes und vielseitiges Wohn- und Freizeitquartier umzuwandeln. Spätestens 2030 soll das neue Viertel bewohnt und belebt sein.

Um diesen rot umrandeten Bereich handelt es sich.

„Im Prozess ist ein positiver Dialog mit externen Interessierten sowie Partnerinnen und Partnern zum Hafen von Augustenburg entstanden. Es besteht die Möglichkeit, ein öffentlich-privates Partnerschaftsmodell zu etablieren, in dem wir gemeinsam einen neuen Plan für den Hafen von Augustenburg erarbeiten“, sagt Bürgermeister Erik Lauritzen.

Erfahrungen aus anderen Projekten einbeziehen

Die Kommune Sonderburg besitzt nun insgesamt 8.000 Quadratmeter am Augustenburger Hafen.

Der Plan soll zum einen das Potenzial der früheren Hafenpläne noch einmal prüfen und zum anderen den wichtigen und engen Zusammenhang zwischen Hafen und dem herzoglichen Kulturmilieu der Stadt stärker in den Fokus rücken.

Das historische Lagerhaus erhält möglicherweise eine neue Chance: „Das Lagerhaus sollte als zentrales Element erhalten bleiben und eine aktive Rolle im Projekt übernehmen“, betont Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt (Schleswigsche Partei).

Die Planung sieht Wohnungen, Erholungsflächen und eine Marina mit Raum für Gastronomie, maritimen Sport und Vereinsleben vor. Nachhaltigkeit steht im Fokus, etwa indem Materialien aus dem Abbruch der Silos für Klimaschutz oder Neubauten genutzt werden.

Auch die Erfahrungen aus anderen Projekten werden einbezogen: „Wir haben gute Erfahrungen mit öffentlich-privaten Partnerschaften in der Kommune gemacht und wollen dieses Wissen in Augustenburg nutzen“, sagt Kleinschmidt.

Das Stadtbild von Augustenburg ist seit den 1960ern von den Siloanlagen geprägt.

Beispielsweise ist in öffentlich-privater Zusammenarbeit das Nordborg Resort entstanden, und auch beim Sonderburger Flughafenausbau arbeitet die Kommune mit lokalen Konzernen zusammen.

Das Konzept für den Augustenburger Stadthafen soll die historische Substanz einbeziehen und innovative Lösungen für Wohnraum und Freizeitangebote fördern.