Küstenschutz

Wie eine Strandpromenade zukünftigen Sturmfluten trotzen soll

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Die Strandpromenade in Sonderburg ist in den vergangenen Jahren durch Hochwasser immer wieder beschädigt worden. Eine dauerhafte und sturmflutsichere Renovierung soll dem vorbeugen.

Die Sonderburger Stadtpolitik hat eine technische Lösung gefunden, wie die Strandpromenade vor Wellenschäden geschützt werden kann. Der zuständige Ausschuss hat sich für ein Konzept entschieden, das auf höhere und schräg gestellte Granitsteine sowie eine stabile Fuge setzt.

Immer wieder haben Wellen und Sturm die Steine aus der Strandpromenade in Sonderburg herausgerissen, jetzt hat sich der kommunale Ausschuss für Technik-, Stadt- und Wohnen auf eine Lösung geeinigt, die in den Haushaltsverhandlungen für 2026 berücksichtigt werden soll.

Ziel ist es, das charakteristische Erscheinungsbild der Promenade zu erhalten und gleichzeitig ihre Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterereignisse zu erhöhen.

Das Konzept sieht Folgendes vor: Auf dem besonders betroffenen Abschnitt von 240 Metern nahe dem Winterbadeklub soll die bestehende Granitmauer verstärkt werden. Die alten Steine werden durch höhere Granitsteine ersetzt und so montiert, dass sie zur Wasserseite hin schräg stehen. Dadurch leiten sie die Wellen, die gegen die Mauer schlagen, effektiv zurück ins Meer.

Wir haben eine Lösung gewählt, bei der das aktuelle Erscheinungsbild der Strandpromenade erhalten bleibt und der Abschnitt gleichzeitig robuster gegen starke Wellen wird.

Kirsten Bachmann

Die Granitmauer wird zusätzlich mit Stahl in der Stützmauer befestigt. Gleichzeitig erhält die Belagsoberfläche eine neue, wasserdurchlässige Fuge, die die Haltbarkeit verbessert.

Kirsten Bachmann ist Vorsitzende des Ausschusses und betont, dass diese Lösung das Stadtbild nicht beeinträchtigt. „Wir haben eine Lösung gewählt, bei der das aktuelle Erscheinungsbild der Strandpromenade erhalten bleibt und der Abschnitt gleichzeitig robuster gegen starke Wellen wird. So vermeiden wir, das Stadtbild mit Asphalt und Beton zu verändern.“

Die Skizze zeigt eine Möglichkeit, wie die Mauer verstärkt werden könnte, um die Wellen zu brechen.

Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen werden auf zwei bis drei Millionen Kronen geschätzt. Bis zur Umsetzung der dauerhaften Lösung bleibt das Risiko für weitere Schäden bestehen, wie sie zuletzt im Januar 2025, im Oktober 2024 sowie besonders verheerend während der Sturmflut 2023 aufgetreten sind.

Bereits seit einigen Jahren setzt die Verwaltung ein Warnsystem ein, bei dem bei bestimmten Wetterlagen Schutzplatten auf die Pflastersteine gelegt werden. Dieses System zeigt zwar Wirkung, bietet aber keinen dauerhaften Schutz.

So wüst sah es nach dem Hochwasser im Januar 2025 an der Strandpromenade aus.

Mit der neuen technischen Lösung will Sonderburg sowohl die Sicherheit als auch das Stadtbild langfristig schützen.