Deutsche Minderheit

Apenrader Ruderverein: So sollen Jugendliche mehr Spaß auf dem Wasser haben

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Die neuen Küstenruderboote sollen gezielt junge Menschen für den Rudersport begeistern.

Der Apenrader Ruderverein hat vergangene Woche seine neuen Küstenruderboote vorgestellt. Mit den sogenannten Coastal-Booten will der Verein gezielt auch junge Menschen für den Sport auf dem Wasser begeistern – was offenbar bereits geglückt ist.

Zu viel Wind und Wellen? Das sind im Apenrader Ruderverein (ARV) künftig keine Argumente mehr, auf das Training zu verzichten. Im Gegenteil: Die neuen, sogenannten Coastal-Ruderboote versprechen jede Menge Spaß mit Wind und Wellen, sagt Rüdiger Bartling vom ARV. Außerdem: „Damit können wir jetzt nahezu bei jedem Wetter aufs Wasser und trainieren.“

Vergangene Woche hat der Verein bei einem Tag der offenen Tür seine vier neuen Boote für das „Coastal Rowing“ – zu Deutsch Küstenrudern – vorgestellt. Etliche der kleinen und großen Gäste haben diese Gelegenheit genutzt und die neuen Ruderboote gleich mal ausprobiert.

„Ursprünglich wurden die Boote für den Sport an der französischen Atlantikküste entwickelt. Und Wind und Wellen haben wir hier in Apenrade ja auch meistens“, sagt Rüdiger Bartling.

Das Wasser schwappt in die Coastal-Boote? Kein Problem bei dieser Konstruktion, erklärt Rüdiger Bartling. „Die Boote haben mehr Luftkästen als andere und sind selbstlenkend.“ Bei normalen Ruderbooten müsse man das Wasser rausschöpfen, damit sie nicht kentern. Das sei bei den fürs Küstenrudern gebauten Booten nicht notwendig, so Bartling. Das Wasser kann über das offene Heck ablaufen.

Für die neuen Ruderboote gab es Zuschüsse von der Kommune und dem Nordschleswigschen Ruderverband (NRV).

Wir überlegen schon seit zehn Jahren, Coastal-Boote anzuschaffen.

Rüdiger Bartling

Coastal Rowing soll auch junge Menschen ins Boot holen

Rüdiger Bartling freut sich, dass der Verein die neuen Coastal-Boote angeschafft hat.

Für das Ruder-Training stehen jetzt vier verschiedene Boote zur Verfügung: zwei Doppel-Zweier, ein Doppelvierer und ein Einer. Mit den neuen Booten will der Ruderverein gezielt junge Menschen für den Rudersport begeistern. „Wir wollen auch Surferinnen und Surfer ansprechen, die Spaß an Wind und Wellen haben“, sagt Rüdiger Bartling.

Denn die Coastal-Boote sind so gebaut, dass sie bei Wind und Wellen gut im Wasser liegen – trotzdem aber sehr wendig sind – obwohl sie schwerer sind als normale Ruderboote.

Diese Boote anzuschaffen, überlegt der Verein daher schon seit zehn Jahren, erzählt Rüdiger Bartling weiter.

Umso mehr freut er sich, dass am kommenden Donnerstag ein besonderes Projekt startet: Dann sitzen zum ersten Mal insgesamt zwölf Mädchen und Jungen der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA) in den Booten: Sie haben Rudern als Wahlpflichtfach gewählt und künftig einmal die Woche Unterricht auf dem Wasser.