Fussball

Marfelt will seine Chance nutzen

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Nicholas Marfelt ist nach seinem fünfmonatigen Auslands-Abenteuer bei Sparta Rotterdam wieder im hellblauen Trikot. Foto: Scanpix/Claus Fisker

Der Rückkehrer ist innerhalb von wenigen Wochen von der Tribüne in Holland in die SønderjyskE-Startelf gerückt.

Die Erfüllung eines Kindheitstraumes ließ Nicholas Marfelt für kurze Zeit auf Wolke sieben schweben. Der 23-Jährige lernte bei seinem fünfmonatigen Auslands-Abenteuer auch die Kehrseite der Medaille kennen und ist innerhalb von wenigen Wochen von der Tribüne bei Sparta Rotterdam in die Startelf von SønderjyskE zurückgekehrt, wo er auch stehen wird, wenn die Hellblauen am Montag ab 19 Uhr auswärts gegen AGF spielen.

„Es war überwältigend. Es ist alles richtig schnell gegangen. Plötzlich stand ich im Sparta-Stadion in der Startelf gegen Twente“, so Marfelt, der bis zum Sommer 2016 noch in der 2. Division für Hvidovre kickte und nach einem halben Jahr bei Helsingør IF in der 1. Division an SønderjyskE verkauft wurde. Hier stand er ein halbes Jahr im Schatten von Simon Poulsen und wurde im August für ein Jahr an Sparta Rotterdam ausgeliehen.

„Ich war auf Wolke sieben. Von einer Auslands-Karriere hatte ich geträumt seitdem ich ein kleiner Junge war, und als die Möglichkeit kam, musste ich nicht lange nachdenken. Ich werde es nie im Leben bereuen, auch wenn es nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt wurde. Ich durfte in der Ehrendivision spielen, habe viel gelernt und Erfahrungen gesammelt. Ich weiß jetzt, was erforderlich ist“, meint Nicholas Marfelt, der sieben Spiele für Sparta absolvierte, aber auf die Bank rutschte und nach der Entlassung von Trainer Alex Pastoor von Nachfolger Dick Advocaat auf die Tribüne verbannt wurde.

„Mir wurde gesagt, dass sie ohne mich planen und ich mir einen neuen Klub suchen konnte“, so der Linksverteidiger, der in den Medien lesen konnte, dass Sportchef Haysen sich gegen eine vorzeitige Rückkehr von Marfelt zu SønderjyskE aussprach: „SønderjyskE ist ein Klub, der finanziell verantwortungsbewusst handelt, und davor habe ich den größten Respekt. Ich hatte mich beim Trainerwechsel mental darauf eingestellt, dass ich lange von draußen zuschauen musste, aber zum Glück hat SønderjyskE die Lösung gefunden, die ich mir erhofft hatte.“

Durch die Vertragsauflösung von Nicolaj Ritter und die Verletzung von Simon Poulsen war für Marfelt plötzlich der Weg frei.

„Es zeigt, wie schnell es im Fußball gehen kann“, sagt der 23-Jährige, der zum Auftakt 90 Minuten spielte und in der Startelf bleiben will: „Ich muss meine Chance nutzen und dem Trainer keinen Grund geben, mich wieder rauszunehmen. Ich bin in meinem halben Jahr in Holland trotz der wenigen Einsätze kein schlechterer Fußballer geworden. Im Gegenteil. Das war das beste Halbjahr meiner Karriere.“

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