Gesundheit

Die Grippesaison steht vor der Tür – im vergangenen Jahr wirkte die Impfung bei vielen Patienten nicht

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: dpa

Der Grippevirus, der viele dänische Bürger im vergangenen Jahr traf, mutierte, während der Impfstoff produziert wurde. Ob es in diesem Jahr besser funktioniert, ist noch offen.

Ein kleiner Stich und viele hoffen dann, dass sie ohne Taschentücher, Aspirin und Tee durch den Winter kommen. Die jährliche Impfung vor der Grippewelle steht bevor. Doch im vergangenen Jahr zeigte sich die Grippe-Impfung als ineffektiv, berichtet der dänische Nachrichtensender TV2.

Laut staatlichem Serum-Institut hat die Impfung nur in 20 Prozent der Grippefälle bei Personen über 65 Jahren gewirkt.

Die Impfung im vergangenen Jahr sollte Patienten gegen mehrere Formen des Grippevirus schützen, doch gerade der Typ (H3N2), von den die meisten Personen betroffen waren, wurde nicht von der Impfung abgedeckt, so TV2.

„Die Impfung im vergangenen Jahr war weniger effektiv, als wir eigentlich erwartet hatten. Das lag daran, dass sich das Virus während der Produktion des Impfstoffes veränderte“ sagt die Professorin und Oberärztin vom staatlichen Serum-Institut, Thea Kølsen Fischer, die sich bisher noch nicht über die Wirkung des diesjährigen Impfstoffes äußern kann. „Es ist noch zu früh, um eine konkrete Antwort zu geben. Doch vieles deutet darauf hin, dass wir in diesem Jahr wieder vom H3N2-Virus betroffen sein werden“, so Fischer.

Obwohl der Impfstoff im vergangenen Jahr nur bei 20 Prozent der Patienten wirkte, fordert Fischer die Personen, die zur Risikogruppe gehören, auf, sich trotzdem impfen zu lassen. „Man darf nicht vergessen, dass 20 Prozent immerhin noch besser als nichts ist“, erklärt Fischer.

Zur Risikogruppe zählen Ältere über 65 Jahren, chronische kranke Personen und Schwangere.

Mehr lesen