Eishockey

Steuerbehörde hat Sønderjyske Ishockey im Visier

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Die wirtschaftliche Lage bei Sønderjyske Ishockey ist ernst – es wird aber auch künftig Eishockey in Woyens gespielt, betont Mogens Kastbjerg.

Ein Steuervergehen in Millionenhöhe droht, die ohnehin angespannte Finanzlage des dänischen Eishockeymeisters von 2024 zu belasten. Eine böse Überraschung, meint Direktor und Miteigentümer Mogens Kastbjerg.

Das Jahr 2025 ist für Sønderjyske Ishockey überaus turbulent gewesen, und die schlechten Nachrichten scheinen kein Ende zu nehmen. Der dänische Eishockeymeister von 2024 ist ins Visier der Steuerbehörde geraten und die wirtschaftliche Lage des Vereins spitzt sich dadurch weiter zu.

„Es ist wichtig zu betonen, dass es in diesem Steuerfall noch keine Entscheidung gibt. Wir befinden uns mit der Steuerbehörde in einem konstruktiven Dialog, aber wir sprechen von einem Betrag in Millionenhöhe, und es ist klar, dass ein Betrag in dieser Größenordnung immer ernst ist. An unserer Strategie für die nächsten drei bis fünf Jahre ändert dies nichts, es bedeutet aber, dass es länger dauern wird, bevor wir unser Ziel erreicht haben“, sagt Mogens Kastbjerg, Direktor und Miteigentümer von Sønderjyske Ishockey, zum „Nordschleswiger“.

Regeln falsch ausgelegt

Die Steuerbehörde hat bei einem Besuch im Sommer darauf aufmerksam gemacht, dass die Dokumentation für die Auszahlung von Diäten und Fahrtkostenerstattung in den vergangenen drei Jahren gefehlt hat bzw. unvollständig ist.

„Die Steuerbehörde verweist auf ein Rundschreiben aus dem Jahr 2015 und ist der Ansicht, dass die vorherigen Eigentümer und die Verantwortlichen von Sønderjysk Elitesport die Regeln falsch ausgelegt haben. Wir tun alles, um die Angelegenheit so schnell wie möglich zu klären“, so Mogens Kastbjerg.

Die neuen Eigentümer haben nach der Übernahme von Sønderjysk Elitesport bereits umfangreiche Sanierungsarbeiten eingeleitet, weitere Kostenanpassungen und Strukturänderungen werden umgesetzt.

Mogens Kastbjerg ist seit Mai Direktor und Miteigentümer von Sønderjyske Ishockey.

Kapitalbedarf höher als erwartet

„Wir sind überrascht, dass sich das Unternehmen in einem viel schlechteren Zustand befindet, als uns die vorherigen Eigentümer und die vorherige Vereinsführung in Aussicht gestellt hatten. Der Kapitalbedarf ist deutlich höher als erwartet, und wir haben daher eine notwendige Umstrukturierung eingeleitet, um ein wirtschaftliches Gleichgewicht zu erreichen“, sagt der Direktor und Miteigentümer.

Mogens Kastbjerg gehört neben Kjeld Breum Søberg von VVS Søberg, Jesper Chrestensen vom Bauunternehmen Otto Chrestensen A/S, Anders Sørensen von AS Tømrer und dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden von SønderjyskE Fodbold, Gynther Kohls von Minko Invest, zum Investorenkreis.

„Es wäre schön, wenn wir breiter aufgestellt wären. Acht oder zehn Eigentümer wären wünschenswert“, so Mogens Kastbjerg.