Fussball

Sønderjyske zählt nicht mehr zu den größten Abstiegskandidaten

Veröffentlicht Geändert
Tobias Sommer und Alexander Lyng durften in Silkeborg jubeln.

Zweimal in Folge zu null gespielt, Brøndby und Silkeborg überzeugend geschlagen – das lässt auf eine gute Sønderjyske-Saison hoffen.

Experten und Kommentatoren sind sich im Vorfeld der neuen Superliga-Saison recht einig gewesen: Neben Aufsteiger FC Fredericia ist Sønderjyske der zweite große Abstiegsfavorit.

Doch das dürfte sich mittlerweile geändert haben. Nach zwei überzeugenden Auftritten gegen Brøndby und Silkeborg haben die Sønderjyske-Fußballer erst einmal den Sprung in die obere Tabellenhälfte geschafft und sehen derzeit mächtig solide aus. Dem 2:0-Heimsieg gegen Brøndby ließen die Hellblauen einen 2:0-Auswärtserfolg gegen Silkeborg folgen.

Das heißt nicht, dass Sønderjyske plötzlich ein Top-6-Kandidat ist, aber nach einem wackeligen Saisonstart, wo mehr hätte herausspringen müssen, hat es derzeit Hand und Fuß, was die Hellblauen machen.

Nur in der Luft zog Sønderjyske ab und zu den Kürzeren.

Sønderjyske steht hinten kompakt, lässt wenig Torchancen zu, den Ball gut laufen und produziert reichlich Torchancen, um die Spiele in der Superliga zu gewinnen. Mit mehr Qualität in den Abschlüssen hätte Sønderjyske in Silkeborg noch viel höher gewonnen.

Gleichzeitig hat ein solider Marcus Bundgaard weder gegen Brøndby noch gegen Silkeborg eine Parade nach der anderen aus dem Hut zaubern müssen. Der Torwart ist selten geprüft worden, und das spricht für die größer gewordene Solidität der Sønderjyske-Mannschaft.

Ein Feuerwerk war es nicht gerade, was die 22 Fußballer auf dem Platz in der ersten Halbzeit den Zuschauerinnen und Zuschauern im Jysk Park boten.

Marcus Bundgaard wurde selten geprüft.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Es machte schlichtweg Spaß zu sehen, wie die Sønderjyske-Mannschaft immer wieder mit gutem Kombinations-Fußball die Silkerborg-Abwehr auseinander nahm.

Mads Agger, Alexander Lyng und Olti Hyseni hätten mehr aus der Handvoll hochkarätiger Torchancen machen müssen. Da hätte man sich im Abschluss mehr Qualität und Entschlossenheit wünschen können.

Absolut brilliant war allerdings die Vorarbeit von Daniel Gretarsson bzw. Tobias Sommer beim Doppelpack von Kristall Mani Ingason und Alexander Lyng zwischen der 53. und 57. Minute.

Mit der 2:0-Führung im Rücken zogen sich die Gäste weiter zurück und brachten relativ sicher den Vorsprung über die Zeit. Lediglich zweimal mussten die Hellblauen die Luft anhalten, doch der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

Kristall Mani Ingason brachte Sønderjyske in Führung.

Das war Klasse, Sønderjyske!

Silkeborg IF - Sønderjyske (0:0) 0:2

0:1 Kristall Mani Ingason (53.), 0:2 Alexander Lyng (57.)

Silkeborg: Nicolai Larsen – Jens Martin Gammelby, Robin Østrøm, Pedro Ganchas, Andreas Poulsen (75.: Leonel Montana) – Mads Larsen (75.: Asbjørn Bøndergaard), Mads Freundlich (65.: Julius Lorents Nielsen), Rami Al Hajj (81.: Sebastian Biller) – Jeppe Andersen (65.: Oskar Boesen), Callum McCowatt – Tonni Adamsen.

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Maxime Soulas, Magnus Jensen, Daniel Gretarsson (71.: Ebube Duru) – Tobias Sommer, Rasmus Vinderslev (71.: Sefer Emini) – Mads Agger (63.: Lirim Qamili), Kristall Mani Ingason, Olti Hyseni (63.: Mohamed Cherif) – Alexander Lyng (83.: Albert Rrahmani).

Gelbe Karten: Olti Hyseni, Magnus Jensen, Mohamed Cherif.

Schiedsrichter: Frederik Svendsen. VAR-Schiedsrichter: Jonas Hansen.

Zuschauer: 4.211.