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Sønderjyske steht besser da, als man zu träumen wagte

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Große Freude bei den Sønderjyske-Kickern nach dem Schlusspfiff

Thomas Nørgaard sieht eine reife und zielstrebige Sønderjyske-Mannschaft, die auch die großen Teams ärgern kann. Der Abstiegskampf ist für ihn aktuell kein Thema, sein Fokus richtet sich vorerst nur auf die Top 6.

Erst verlor AGF gegen Sønderjyske die Tabellenführung, dann der FC Midtjylland. Die Spitzenteams haben den Höhenflug der Hellblauen nicht stoppen können, die nach dem dritten Sieg in Folge und sechs Spielen ohne Niederlage den fünften Tabellenplatz in der Superliga einnehmen.

„Wenn wir auf das Jahr 2025 blicken, sind wir von der Punktausbeute her die viert- oder fünftbeste Mannschaft. Das erzählt mir die Geschichte einer Fußball-Mannschaft, die wenig Gegentore und Torchancen zulässt und so sehr gewachsen ist, dass man die großen Teams ärgern kann“, sagt Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Der Sønderjyske-Trainer wünscht sich, dass die gegen AGF und FC Midtjylland gezeigte Solidität auch gegen Gegner gezeigt wird, mit denen sich Sønderjyske in der Tabelle messen will.

Thomas Nørgaard freut sich, dass alle Daten belegen, dass Sønderjyske im Spiel gegen den FC Midtjylland die bessere Mannschaft war.

„Wir nehmen aber alle Punkte mit. Und die Art und Weise, wie wir die Punkte geholt haben, gibt uns das Gefühl, dass wir uns qualitativ sehr weit in die richtige Richtung bewegt haben. Die gezeigte Reife und Zielstrebigkeit haben uns gegen Gegner, die von der Qualität her eigentlich besser sein müssten, schwere Phasen durchstehen lassen, wo wir früher vielleicht eingebrochen wären“, meint Nørgaard.

Kein Absteiger an den nächsten sechs Spieltagen

Der Abstiegskampf ist für ihn aktuell kein Thema, sein Fokus richtet sich vorerst nur auf die Top 6. 

„Wir stehen markant besser da, als wir es uns erträumt hatten und als wir für möglich gehalten hatten. Es steigt im Laufe der nächsten sechs Spieltage keiner ab, und wir wollen alles tun, um in den Top 6 zu bleiben. Es gibt jeden Grund, von der Top 6 zu träumen, und je länger wir drinbleiben, je weniger Spiele bleiben, um uns von dort rauszuboxen“, so der Sønderjyske-Trainer.

Leicht zu verdrängen war auch Tobias Klysner in der dramatischen Nachspielzeit nicht. Als die Midtjylland-Spieler während des VAR-Checks versuchten, den Elfmeterpunkt zu beschädigen, kam der Rechtsverteidiger von der Mittellinie angerannt und setzte sich kurzerhand auf den Elfmeterpunkt.

„Ich habe während des VAR-Checks den Tumult am Elfmeterpunkt gesehen und konnte schnell ausrechnen, dass die Midtjylland-Spieler versucht haben, den Elfmeterpunkt zu beschädigen. Ich habe mich einfach hingesetzt, um den Spaß zu beenden“, lacht Tobias Klysner.

Tobias Klysner beschützte vor dem Qamili-Tor mit seiner „Sitzblockade“ den Elfmeterpunkt.

Zusammenprall mit Schiedsrichter

„Das zeigt mir, dass alle füreinander geradestehen und alle dazu beitragen, die besten Voraussetzungen füreinander zu schaffen. Das macht mich wahnsinnig stolz“, sagt Lirim Qamili, der in der zehnten Minute der Nachspielzeit die Nerven behielt und den Strafstoß verwandelte, den er selbst herausgeholt hatte.

„Mir sind natürlich jede Menge Gedanken durch den Kopf geschossen. Ich wusste, dass es die letzte Aktion vor dem Abpfiff sein würde. Ich bin dann auch noch versehentlich mit dem Schiedsrichter zusammengeprallt, habe dann aber tief durchgeatmet und den Ball versenkt“, erzählt der eingewechselte Matchwinner.