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Sønderjyske kann mit Unentschieden gut leben

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Matthew Hoppe konnte in der zweiten Halbzeit ausgleichen.

Nach einer jämmerlichen ersten Halbzeit konnten sich die Sønderjyske-Fußballer steigern und mit einem 1:1 gegen OB den möglichen Absturz in der Tabelle vermeiden.

Nach einem Hoch gegen Brøndby und Silkeborg hatten die Sønderjyske-Fußballer das Momentum verloren und nur einen Punkt aus den letzten drei Spielen geholt. Aus einem kleinen Tief schien sogar eine kleine Krise zu werden, wenn man die erste Halbzeit betrachtet.

Das war jämmerlich, was die Hellblauen hinlegten. Sie konnten sich allerdings nach dem Seitenwechsel steigern und nach einem 0:1-Pausenrückstand ein 1:1-Unentschieden holen. Ein Remis, mit dem Sønderjyske leben kann – zumindest viel besser leben kann als der Gegner.

OB musste sich vor eigenem Publikum mit dem einen Punkt begnügen, und musste sich am Ende noch über den einen Punkt glücklich schätzen. Die Überlegenheit von Sønderjyske in der zweiten Halbzeit war größer als die Überlegenheit von OB in der ersten Hälfte.

Der Augustenburger Bjørn Paulsen erzielte die OB-Führung.

Mohamed Cherif hatte in der 87. Minute den Sieg auf dem Fuß, scheiterte aber aus sechs Metern Entfernung an OB-Torwart Myhra. Ein Sønderjyske-Sieg wäre zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unverdient gewesen, es endete aber mit einer gerechten Punkteteilung in einem Spiel, das nur selten Superliga-Niveau hatte.

Es war eine erste Halbzeit mit unzähligen Unterbrechungen. Immer wieder musste ein Spieler behandelt werden. Sehenswertes gab es für die 9.159 Zuschauerinnen und Zuschauer kaum.

Von Sønderjyske war fast gar nichts zu sehen. Der einzige Höhepunkt war die elegante Aktion des isländischen Kriegers Daniel Leo Gretarsson, der plötzlich wie Leo Messi aussah, als er seinen Gegenspieler Nicolas Bürgy austanzte und perfekt auf seinen Landsmann passte. Kristall Mani Ingason brachte den Ball auch im Netz unter, stand aber hauchdünn im Abseits, wie der Video-Assistent beweisen konnte.

Der Jubel verstummte und die Stimmung rutschte völlig in den Keller, als der Ball fünf Minuten später im eigenen Netz lag. Sønderjyske ließ nach einem Eckball mehrere Möglichkeiten verstreichen, den Ball aus der Gefahrenzone zu dreschen. Eine Todsünde war der Versuch von Olti Hyseni, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu dribbeln anstatt das Leder einfach wegzuschlagen.

Andreas Oggesen und Sønderjyske konnten sich nach dem Seitenwechsel steigern.

Ausgerechnet der ehemalige Sønderjyske-Kicker Bjørn Paulsen bestrafte den Fehler. Der Augustenburger ärgerte auch in der zweiten Halbzeit seinen Ex-Klub, als er in der 68. Minute in höchster Not den Schuss des eingewechselten Matthew Hoppe klärte.

Chancenlos war der beste OB-Kicker des Abends jedoch eine Minute später, als Matthew Hoppe von der Strafraumgrenze abzog und den mittlerweile nicht mehr unverdienten 1:1-Ausgleich erzielte.

OB wirkte danach stehend K.-o., taumelte wie ein angeschlagener Boxer durch den Ring. Sønderjyske wirkte obenauf, versäumte es aber, aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen.

Mohamed Cherif hatte in der Schlussphase den Siegtreffer auf dem Fuß.

Mohamed Cherif hätte in der Schlussphase mehr aus seiner Großchance machen müssen, doch mit dem Unentschieden konnte ein möglicher Absturz in der Tabelle vermieden werden.

OB - Sønderjyske (1:0) 1:1

1:0 Bjørn Paulsen (38.), 1:1 Matthew Hoppe (69.)

OB: Viljar Myhra – Nicolas Bürgy, Julius Berthel Askou, Bjørn Paulsen – Leroy Owusu (81.: Gustav Grubbe), Marcus McCoy, Ismahila Ouedraogo, Adam Sørensen – Jay-Roy Grot, Fiete Arp (89.: Elias Hansborg-Sørensen), Noah Ganaus (46.: Jona Niemic).

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Andreas Oggesen, Maxime Soulas, Magnus Jensen, Daniel Gretarsson – Sefer Emini (46.: Mohamed Cherif), Rasmus Vinderslev, Tobias Sommer – Mads Agger (84.: Tobias Klysner), Kristall Mani Ingason (65.: Matthew Hoppe), Olti Hyseni (46.: Alexander Lyng).

Gelbe Karten: Julius Berthel Askou – Alexander Lyng.

Schiedsrichter: Svend Funder. VAR-Schiedsrichter: Jonas Hansen.

Zuschauer: 9.159.