Fussball

Millionenbetrag steht für Sønderjyske auf dem Spiel

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Für Sønderjyske kann zum Hinrundenabschluss der regulären Saison eine Platzierung von Rang fünf bis elf herausspringen.

Nicht nur sportlich, auch finanziell ist das letzte Hinrundenspiel von enormer Bedeutung. Jede Krone zählt für Fußball-Superligist Sønderjyske, der beim nächsten Haushaltsbericht wieder rote Zahlen schreiben wird.

Das sah schon gut aus, als die Sønderjyske-Fußballer mit zwei 2:0-Siegen gegen Brøndby und Silkeborg nach dem siebten Spieltag auf dem fünften Platz der Superliga-Tabelle standen, doch nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen sind die Hellblauen auf Rang acht abgerutscht.

Und ein weiteres Abrutschen könnte am letzten Spieltag der Superliga-Hinrunde teuer werden, denn nach dem elften Spieltag wird das erste Drittel der Fernsehgelder ausgeschüttet.

Alles von Platz fünf bis elf ist möglich

Sønderjyske hatte in der Vergangenheit die leidige Gewohnheit, ausgerechnet an den Zahltagen in der Tabelle abzurutschen. Das gilt es diesmal unbedingt zu vermeiden, wo für Sønderjyske alles zwischen Rang fünf und elf herausspringen kann.

Die Zahlen sind geheim, aber nach Informationen des „Nordschleswigers“ liegt der Unterschied zwischen Platz fünf und elf irgendwo zwischen 2 und 2,5 Millionen Kronen.

Markus Kristoffer Hansen, Direktor und Miteigentümer von Sønderjyske Fodbold, will auf Zahlen nicht eingehen, bestätigt aber, dass es von großer Bedeutung ist, dass die Hellblauen am ersten Zahltag nicht auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

„Wir haben in Sachen Einnahmen vier Standbeine. Erstens unsere fantastischen Sponsoren, zweitens unsere Fans und was sie an Spieltagen ausgeben, drittens Spielerverkäufe und viertens die Fernsehgelder. Und die Fernsehgelder sind wahnsinnig wichtig und gehören definitiv nicht zu den kleinsten Einnahmequellen“, so Markus Kristoffer Hansen zum „Nordschleswiger“.

Neues Millionendefizit

Jede Krone zählt für den Fußball-Superligisten, der nach der in den vergangenen Jahren aus den roten Zahlen nicht herausgekommen ist. Nach einem Minus von 32 Millionen Kronen nach der Übernahme durch den US-Amerikaner Robert Platek folgten Defizite von 11 bzw. 4,8 Millionen Kronen.

Das laufende Haushaltsjahr, das am heutigen 30. September ausläuft, wird auch mit einem Minus enden. Das Ergebnis wird erst in mehreren Monaten veröffentlicht, doch alles deutet darauf hin, dass es ein nicht unbedeutendes Millionendefizit sein wird.

„Wir haben uns im Sommertransferfenster dazu entschieden, viele unserer herausragenden Spieler zu halten und haben auch die Verträge von einigen jungen Spielern verlängert. Dieses Geld wird unterm Strich fehlen. Wir werden wieder rote Zahlen sehen“, sagt der Sønderjyske-Direktor.

Sønderjyske eröffnet am Freitag ab 19 Uhr den elften Superliga-Spieltag mit einem Auswärtsspiel gegen den Tabellenvorletzten OB.