Eishockey

Abschied voller Wehmut nach 33 Jahren für Klaus Rasmussen

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Klaus Rasmussen muss bei Sønderjyske Ishockey seinen Stuhl räumen.

Nach 33 Jahren in einer Führungsrolle ist Schluss. Klaus Rasmussen respektiert die Entscheidung der Vereinsführung, macht aber kein Geheimnis daraus, dass sie ihn emotional hart getroffen hat.

Ein Sønderjyske ohne Klaus Rasmussen. Das hat es seit der Geburt von Sønderjysk Elitesport am 1. Januar 2004 nicht gegeben, ist nun aber Realität, nachdem die neuen Eigentümer von Sønderjyske Ishockey den langjährigen Klub-Boss mit sofortiger Wirkung entlassen haben.

„Es ist ein Abschied voller Wehmut, ein Abschied nach 33 Jahren. Das ist mehr als die Hälfte meines Lebens, und der Eishockeysport ist ein großer Teil meines Lebens gewesen. Ich habe die gesamte Reise mit Sønderjysk Elitesport mitgemacht, wo wir gemeinsam vier Liga-Mannschaften und vier neue Arenen geschaffen haben. Es sollte jetzt dort enden, wo alles startete, aber das ist jetzt anders gekommen. Dass jetzt Schluss ist, ist ein merkwürdiges Gefühl, eine merkwürdige Leere“, sagt Klaus Rasmussen zum „Nordschleswiger“.

Klaus Rasmussen, der seit den neunziger Jahren Sportchef von Vojens IK war, übernahm Anfang 2005 den Direktor-Posten bei Sønderjysk Elitesport, die ersten Jahre gemeinsam mit Henrik Sommer, bis 2024 dann alleine auf der Kommandobrücke. Im April 2024 musste er zunächst seinen Stuhl als Direktor von Sønderjysk Elitesport und im Mai 2025 als Direktor von Sønderjyske Ishockey räumen. Jetzt muss er auch den Posten als Sportchef aufgeben.

Klaus Rasmussen jubelt im Hintergrund über den Gewinn der dänischen Meisterschaft 2015.

„Es war eine emotionale Sitzung, aber in einem ordentlichen und respektvollem Ton. Ich habe die Entscheidung zur Kenntnis genommen und muss auch respektieren, dass der Klub in strategischer Hinsicht in eine andere Richtung gehen will. Ich möchte unterstreichen, dass ich allen im Klub viel Glück wünsche, besonders den Jungs in der Umkleidekabine, dass sie kurz- und langfristig Erfolg haben werden. Ich wünsche Sønderjyske Ishockey alles Gute“, so Klaus Rasmussen.

Der langjährige Sønderjyske-Boss macht aber kein Geheimnis daraus, dass ihn die Entscheidung der Vereinsführung emotional hart getroffen hat.

„Selbstverständlich bin ich nicht überglücklich über diesen Entschluss. Ich habe versucht, mich in die Position des Klubs zu versetzen und verstehe den Entschluss. Aber es ist klar, dass er mich nach 20 Jahren bei Sønderjyske und nach 33 Jahren im Woyenser Eishockey emotional extrem hart trifft“, sagt der 59-Jährige.

Klaus Rasmussen war mehr als zwei Jahrzehnten bei Sønderjyske auf der Kommandobrücke.

Für Klaus Rasmussen ist alles noch zu frisch, um sich Gedanken über seine berufliche Zukunft zu machen. Er wolle erst einmal mit seiner Ehefrau einige Tage verreisen.

Der Abschied von Sønderjyske Ishockey bedeutet vermutlich auch, dass er von seinem Posten als Vorsitzender der dänischen Liga zurücktreten wird. Diesen hat er seit mehr als einem Jahrzehnt inne.