Tradition

Schafmarkt in Hoyer mit Licht und Schatten: Zukunft ungewiss

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Margrethe Tygesen und ihr Team freuen sich, dass am Wochenende viele Menschen in Hoyer auf den Beinen waren (Archivfoto).

Der Schafmarkt im Marschenort verlief trotz wetterbedingter Absagen und fehlender Jugendangebote insgesamt positiv. Doch hinter den Kulissen wächst die Sorge um die Zukunft. Ohne neue Ehrenamtliche könnte 2026 Schluss sein. Der Bürgerverein hofft nun auf frische Kräfte, um die langjährige Tradition zu erhalten.

„Der Schafmarkt ist gut gelaufen. Wir hatten leider einige Krämerinnen und Krämer, die aufgrund der Wettervorhersagen kurzfristig abgesagt haben“, sagt Margrethe Tygesen, Vorsitzende des ausrichtenden Bürgervereins in Hoyer.

Daher sei dieses Angebot kleiner gewesen. „Dabei war das Wetter am Sonnabend und am Sonntag gut“, so die Vorsitzende.

Und während nach der Aufräumaktion am Montag fast alle Spuren von dem Großereignis beseitigt worden sind, freut sie sich über die Rückendeckung der Einheimischen. Diese sei bei den verschiedenen Veranstaltungen im Festzelt positiv gewesen.

Sie bedauert, dass es bei den Fahrgeschäften kein Angebot für die Jugendlichen gab. Eine eindeutige Antwort darauf, warum sich in diesem Jahr keine der großen Karussellbetreibenden nach Hoyer locken ließen, hat der Vorstand nicht.

Fahrgeschäfte stehen nicht Schlange

Als ein möglicher Grund steht der späte Zeitpunkt des Schafmarktes quasi nach Jahrmarkt-Saisonende im Raum. Spekuliert wird auch, ob wirtschaftlich in Hoyer nicht genügend für die Fahrgeschäfte herausspringt.

„Wir hatten nur zwei Karusselle für Kinder, eine Schießbude und Hüpfkissen. Das ist für uns im Vorfeld ein Stressfaktor gewesen und hat viel Frust verursacht“, erzählt die Vorsitzende. Nach dem Großeinsatz am Wochenende prägt nun die Erschöpfung den Alltag von Tygesen und ihrem Team.

Neue Ehrenamtliche sind gefragt

Damit es auch 2026 einen Schafmarkt gibt, müssen neue personelle Kräfte gefunden werden. Aus dem sechsköpfigen Vorstand haben zwei Mitglieder für das kommende Frühjahr ihren Rückzug angekündigt. Mit nur vier Personen sei die Aufgabe nicht zu stemmen, so Tygesen.

„Ich fände es traurig, wenn wir auf den Schafmarkt verzichten müssten“, sagt sie bezüglich der langjährigen Tradition im Marschenort.

Der Vorstand wird in Kürze den Markt auswerten und überlegen, wie es weitergeht. „Dann streben wir auch ein Informationstreffen für Leute an, die signalisiert haben, dass sie eventuell bereit wären, im Vorstand anzupacken“, so Margrethe Tygesen.

„Ich hoffe, dass wir ihnen mit konkreten Informationen die Arbeit schmackhafter machen können“, so die Vorsitzende.