Kommunalwahl 2025

Analyse zum Sport in den Kommunen: So gut schneidet Nordschleswig ab

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Die DHL-Stafette in Apenrade ist ein jährliches Highlight im Sportkalender. Die Kommune liegt in den Top 10 von 93 Kommunen, die für die Untersuchung verglichen wurden.

Der Dänische Sportverband hat zur anstehenden Kommunalwahl eine Umfrage unter Vereinen im Land durchgeführt und Daten und Zahlen zum Engagement der Kommunen im Sportbereich gesammelt. Das Ergebnis ist ein Ranking, welche Priorität Sport in den jeweiligen Kommunen hat. Das sind die Ergebnisse für Nordschleswig.

Pünktlich zur Kommunalwahl hat der Dänische Sportverband (Dansk Idrætsfordbund, DIF) eine umfassende Analyse zu den Prioritäten und Maßnahmen der Kommunen im Bereich der Sportpolitik veröffentlicht. 

Dabei macht die Kommune Apenrade einen gewaltigen Sprung im Vergleich zur vorherigen Analyse aus dem Jahr 2021. Damals lag Apenrade auf Platz 49 von 93 analysierten Kommunen, jetzt auf Platz 8 und ist somit in die Top 10 aufgestiegen. Es ist der vierte Bericht dieser Art, den DIF nach 2021, 2017 und 2013 veröffentlicht. 

Für die Analyse wurde unter anderem nachgeschaut, wie die Zusammenarbeit mit den Kommunen funktioniert, wie gut die Einrichtungen sind und ob die Vereine generell gesehen genug kommunale Unterstützung erfahren. 

Die Top 10 Kommunen

Hadersleben Schlusslicht in Nordschleswig

Die vier nordschleswigschen Kommunen schneiden – mit Ausnahme von Apenrade – ebenfalls besser ab. Sonderburg (Sønderborg) konnte sich im Vergleich zu 2021 von Platz 42 auf Platz 28 verbessern, Tondern (Tønder) kletterte leicht auf Platz 13 (16) und Hadersleben (Haderslev) steigt auf Platz 46 (vorher 63), bleibt damit aber im Mittelfeld. 

 

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kommune Skive die besten Rahmenbedingungen für Sport in Dänemark bietet. Dahinter folgen Vesthimmerland und Herning. Bereits 2013 und 2021 konnte sich Skive einen ersten Platz sichern, 2017 reichte es nur für Rang zwei. 

Daten und Umfragen ergeben vier Bewertungskategorien

Die 93 Kommunen – die fünf kleinsten waren ausgenommen – wurden anhand von 20 verschiedenen Parametern in vier Hauptbereichen bewertet: Ehrenamt, Einrichtungen, Mitglieder und Finanzen/Sportpolitik.

Einige der Informationen sind statistische Daten, etwa zur Anzahl der Mitglieder und zu den Ausgaben der Kommunen für Sportanlagen, aber es sind auch Antworten von 2.942 Sportvereinen aus dem ganzen Land zur Zusammenarbeit mit der Kommune eingeflossen.

Nordschleswig in einem Bereich nur Mittelfeld

In den einzelnen Bereichen schneiden die Kommunen Nordschleswigs unterschiedlich ab. Deutlich wird hier etwa ein Nachholbedarf bei den Sportstätten in der Kommune Sonderburg. Beim Ehrenamt hat besonders die Kommune Hadersleben offenbar Probleme. Auch bei der Sportpolitik und den Investitionen sieht es in der Kommune Hadersleben nicht gut aus, wie das Ranking zeigt. Bei den Mitgliederzahlen ist keine der nordschleswigschen Kommunen im oberen Drittel zu finden. 

„Ich hoffe, dass unsere Untersuchung genutzt werden kann, den Sport auf die Tagesordnung aller Kommunen im Land zu setzen – nicht zuletzt in Verbindung mit der anstehenden Kommunalwahl“, sagt der DIF-Vorsitzende Hans Natorp.

Vereine blicken optimistisch in die Zukunft

Verglichen mit den Ergebnissen der Untersuchungen von 2021, gibt es mehrere positive Tendenzen. Unter anderem blicken fast 71 Prozent der Vereine der Zukunft positiv entgegen. Das ist das höchste Niveau seit einer entsprechenden Untersuchung aus dem Jahr 2019. Darüber ist Natorp sehr erfreut: „Wir leben in vielerlei Hinsicht in einer unruhigen Zeit. Daher freut es mich sehr, dass unsere Vereine sich gut aufgestellt sehen. Sport ist ein Freiraum mit guten Gemeinschaften, und gesunde Vereine brauchen Unterstützung und Anerkennung vonseiten der Kommunen.“

Die komplette Untersuchung kann unter DIF.dk/kv25 unter dem Punkt „Kommuneundersøgelsen 2025“ nachgelesen werden.