Verwaltung

Steuerministerium kündigt über 600 Entlassungen in Behörden an

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Skattestyrelsen
Eine der vom Stellenabbau betroffenen Behörden ist die Steuerverwaltung.

Die Behörden in Dänemark sollen schlanker und effizienter werden. Bis 2030 will der Staat so 5,5 Milliarden Kronen einsparen. Auch bei den sechs ans Steuerministerium angeschlossenen Verwaltungsbehörden wird der Rotstift angesetzt – mit Folgen für Mitarbeitende.

Das Steuerministerium kündigt Entlassungen in sechs Behörden an, um sich an sinkende Budgets anzupassen. Dies gab das Ministerium am Montag in einer Pressemitteilung bekannt. Bis 2030 muss das Steuerministerium rund 1,1 Milliarden Kronen einsparen. Um das zu erreichen, sollen 610 bis 640 Mitarbeitende entlassen werden. 12.500 Beschäftigte gibt es derzeit. 

Sechs Behörden betroffen

Betroffen sind die Steuerbehörde (Skattestyrelsen), die Kraftfahrzeugbehörde (Motorstyrelsen), die Schuldenbehörde (Gældsstyrelsen), die Zollbehörde (Toldstyrelsen), die Entwicklungs- und Vereinfachungsbehörde (Udviklings- og Forenklingsstyrelsen) sowie die Verwaltungs- und Dienstleistungsbehörde (Administrations- og Servicestyrelsen).

Die erwarteten Entlassungen erfolgen im Rahmen des langfristigen staatlichen Arbeitsprogramms, das sicherstellen soll, dass die Gelder dort eingesetzt werden, wo sie „den größten Nutzen bringen“, und dessen Ziel es ist, „die staatliche Bürokratie zu reduzieren“.

Laut Steuerministerin Ane Halsboe-Jørgensen (Soz) steht das Steuerministerium mit einer Verwaltung, die im vergangenen Jahrzehnt gewachsen ist, grundsätzlich besser da. Daher sei es auch möglich, zu den Einsparungen im staatlichen Arbeitsprogramm beizutragen.

Doppelt so viele Mitarbeitende wie 2014

Die Zahl der Beschäftigten im Steuerministerium hat sich seit 2014, als es etwa 6.600 Beschäftigte gab, fast verdoppelt. Der deutliche Zuwachs an Mitarbeitenden erfolgte in einer Zeit, in der die Steuerverwaltung wieder aufgebaut werden musste. 

Die Einsparungen in der Steuerverwaltung (skatteforvaltingen) werden schrittweise umgesetzt. Ab dem kommenden Jahr sollen etwa 215 Millionen Kronen eingespart werden. Die vollständige Einsparung soll bis 2030 erreicht werden.

Einsparungen durch mehr Effizienz

Generell soll die Zahl der Aufsichtsbehörden reduziert und die Zahl der Vorschriften verringert werden. Nach Angaben der Regierung soll der Betrieb effizienter gestaltet werden. Insgesamt sollen bis 2030 5,5 Milliarden Kronen eingespart werden.

Der Artikel ist um 19.35 Uhr korrigiert worden. In einer früheren Fassung war fälschlicherweise vom Finanzministerium die Rede.