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Steuer- und Abgabenerleichterungen: So sehen die Regeln ab 1. Januar aus

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Die Preise werden nicht sinken, aber es gibt etwas mehr Geld auf dem Konto (Symbolfoto).

Beschäftigte müssen im kommenden Jahr weniger Lohnsteuern zahlen. Außerdem fallen zwei Abgaben weg. Familien sollen dadurch mehr Geld für den täglichen Bedarf zur Verfügung haben.

Der gefüllte Einkaufskorb im Supermarkt ist in den vergangenen Jahren teurer geworden. Im neuen Jahr soll Familien mehr Geld für den Einkauf bleiben.

Um das Ziel zu erreichen, hat eine Mehrheit des Folketings beschlossen, zwei Abgaben zu streichen.

Bereits 2023 hat die SVM-Regierung mit vier weiteren Parteien eine Änderung des Steuersystems vereinbart. Für den größten Teil der Haushalte bringen sie Erleichterungen.

„Der Nordschleswiger“ gibt einen Überblick darüber, was sich ab 1. Januar ändert.

Stromabgabe

Die Stromabgabe wird für 2026 und 2027 auf das von der EU festgelegte Minimum reduziert. Die Abgabe sinkt damit von 90 Øre pro Kilowattstunde auf 0,8 Øre. 

Laut Berechnungen des Steuerministeriums bekommt eine Arbeiterfamilie mit zwei Kindern dadurch ungefähr 4.000 Kronen mehr im kommenden Jahr. Ein Rentnerehepaar hat ungefähr 2.700 Kronen extra zur Verfügung.

Abgaben auf Schokolade und Kaffee

Die Punktabgaben auf Schokolade und Kaffee fallen weg. Die Abgabe auf Schokolade beträgt 25,97 Kronen pro Kilogramm. Pro Kilogramm gebrannten Kaffee beträgt die Abgabe 7,67 Kronen.

Insgesamt ergibt dies Abgabensenkungen von 1,285 Milliarden Kronen 2026 und 2,525 Milliarden Kronen im Jahr darauf.

Lohnsteuersätze

Die Einkommensgrenze für Spitzensteuersatz (Topskat) wird angehoben. Dafür werden zwei neue Steuersätze eingeführt: ein mittlerer Steuersatz (Mellemskat) und ein extra Spitzensteuersatz für besonders hohe Einkommen (Toptopskat). 

Bislang mussten Menschen mit einem Einkommen von 588.900 Kronen pro Jahr einen Topskat bezahlen. Zukünftig zahlt man ab einem Einkommen von 641.200 Kronen den Mellemskat und ab 777.900 Kronen den Topskat. Der Toptopskat gilt für Einkommen ab 2,592 Millionen Kronen.

Die Änderungen bedeuten, dass alle Beschäftigten weniger Lohnsteuern zahlen müssen. Menschen mit einem relativ hohen Einkommen haben jedoch am meisten davon:

  • Personen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 32.000 Kronen haben 2.080 Kronen extra pro Jahr.
  • Personen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 60.000 Kronen haben 14.130 Kronen extra pro Jahr.
  • Personen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 80.000 Kronen haben 22.792 Kronen extra pro Jahr.
  • Personen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 250.000 Kronen haben 5.037 Kronen extra pro Jahr.

Im Detail sehen die Steuersätze wie folgt aus:

Bundskat

Alle entrichten eine Steuer von 37,8 Prozent.

Mellemskat

Für Einkommen von 641.200 Kronen bis 777.900 Kronen müssen 7,5 Prozent extra gezahlt werden. Der Steuersatz für diese Einkommensspanne (Marginalskat) beträgt somit 46,3 Prozent.

Topskat

Für Einkommen von 777.900 bis 2.592.700 Kronen müssen weitere 7,5 Prozent extra gezahlt werden. Der Steuersatz für diese Einkommensspanne (Marginalskat) beträgt somit 52,8 Prozent.

Toptopskat

Für Einkommen bis 2.592.700 Kronen müssen 5 Prozent extra gezahlt werden. Der Steuersatz für diese Einkommensspanne (Marginalskat) beträgt somit 57,8 Prozent.

Beschäftigungsabzug (beskæftigelsesfradrag)

Der steuerliche Abzug für Personen in Arbeit wird weiter angehoben. 2025 stieg er von 10,65 Prozent des Lohneinkommens auf 12,30 Prozent. Im kommenden Jahr steigt er auf 12,75 Prozent. Die Kappungsgrenze steigt von 45.100 Kronen 2024 auf 63.300 Kronen.

Die Änderungen des Abzugs und der Steuersätze sind bereits im Steuerbescheid (Forskudsopgørelse) für 2026 berücksichtigt.