Abfalltrennung

Müll-Sortiersystem im öffentlichen Raum: Ein Gerücht hält sich hartnäckig

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Nicht alle Abfalleimer im öffentlichen Raum halten dem Müllvolumen statt. In der Stadt Sonderburg wird in wenigen Wochen eine neue Mülltrennung eingeführt.

Abfallbehälter für Pizza-Kartons, Plastik, Metall und Restmüll: Die Kommune Sonderburg führt versuchsweise die Mülltrennung im öffentlichen Raum ein. Die zuständige Abteilungsleiterin entkräftet eine falsche Behauptung, die weit verbreitet ist.

Abfall auf dem Heimweg von der Disco sortieren oder nach dem Picknick im Park: Metall, Restabfall und Plastik sollen ab dem Frühjahr in der Stadt Sonderburg getrennt eingeworfen werden. Für Pizza-Kartons gibt es eine extra große Einwurfluke. Damit macht die Kommune einen Versuch, die Mülltrennung auch im öffentlichen Raum einzuführen. Eine Vorgabe, die aus dem dänischen Umweltministerium kommt.

„Sollen uns daran gewöhnen, Abfall im öffentlichen Raum zu trennen“

Der Ausschuss für Technik, Stadt und Wohnen hat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, ein entsprechendes Versuchsprojekt zu starten. An sechs Standorten stellt die Kommune entsprechende Müllbehälter auf. „Wir haben uns daran gewöhnt, zu Hause Müll zu sortieren. Wir sollen uns natürlich auch daran gewöhnen, Abfall im öffentlichen Raum zu trennen“, erklärt Stadtratspolitikerin Kirsten Bachmann (Schleswigsche Partei).

Die Trennbehälter haben folgende Standorte: Fluepapiret am Sonderburger Schloss, Kongevejspark, Nedre Perlegade, Jernbanegade am „Lagkagehuset“, Søndre Havnegade und Nørre Havnegade.

Die Wiederverwertung ist garantiert

Die gesammelten Metalldosen werden wiederverwertet.

Die Erfahrungen aus dem Versuchsobjekt dienen als Grundlage für die Ausweitung der öffentlichen Mülltrennung in anderen Städten und Orten der Kommune.

Die Bürgerinnen und Bürger können sicher sein, dass nur der Restabfall und die Pizza-Kartons verbrannt werden. Plastik und Metall werden wiederverwertet, unterstreicht Hanne Bruun, Abteilungsleiterin der Verwaltungseinheit für Gewerbe und Abfall.

„Es hält sich ja hartnäckig das Gerücht, dass in der Verbrennungsanlage der Fernwärme auch Plastik und Papier verbrannt werden. Das stimmt aber nicht. Lediglich Restmüll und stark verschmutztes Material, wie Pizza-Kartons werden verbrannt.”

Das extra große Fach für das Einwerfen von Pizza-Pappe sei hauptsächlich deshalb sinnvoll, damit die Kartons nicht im öffentlichen Raum rumliegen. „Es kann schwer sein, diese großen Kartons in einem normalen Abfalleimer zu entsorgen, daher die breite Öffnung”, sagt Hanne Bruun.

Die neuen Müllbehälter werden im Laufe des Frühjahrs aufgestellt und in Gebrauch genommen.