Katastrophenschutz

Für den Krisenfall: Nordschleswig bekommt drei Notfall-Supermärkte

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Føtex in Apenrade
Føtex in Apenrade wird im Krisenfall für Menschen im Umkreis von 50 Kilometern zur Anlaufstelle, wenn es um die Notfallversorgung mit Lebensmitteln geht.

Im Krisenfall sollen im ganzen Land 51 Filialen schnell zu Notfallgeschäften umfunktioniert werden können. Das plant die Salling Gruppe. Mit Notstrom, besonders wichtigen Warenvorräten und Offline-Bezahlung sollen sich Bürgerinnen und Bürger mit dem nötigsten versorgen können. In der Kommune Tondern wird es keinen Standort geben.

Die Salling Gruppe rüstet im ganzen Land 51 Føtex- und Bilka-Filialen in sogenannte Bereitschaftsgeschäfte (beredskabsbutikker) um – davon auch drei in Nordschleswig. Welche das sind, erfolgt auf Grundlage der Erreichbarkeit für möglichst viele Bürgerinnen und Bürger und der Lage an wichtigen Verkehrswegen. 

Notstrom, Offline-Bezahlung, größere Lagerbestände

Die Supermärkte sollen dann im Krisenfall schnell zu Notfallgeschäften umgerüstet werden können – mit neuen und besseren Notstromlösungen, Offline-Zahlungsmöglichkeiten und größeren Lagerbeständen bestimmter Waren. Dazu gehören etwa Trinkwasser, Konserven und andere Warengruppen, die von der Bereitschaftsbehörde (Beredskabsstyrelsen) empfohlen werden

Die Notfallgeschäfte sind als Ergänzung zu bestehenden Vorräten zu Hause gedacht und nicht für Großeinkäufe.

Drei Notfall-Supermärkte in Nordschleswig

Um das gesamte Land bestmöglich abzudecken, erhält aufgrund seiner Größe und Lagerkapazität in erster Linie Føtex den Status eines Notfallgeschäfts – so auch in der Bredgade in Hadersleben (Haderslev) und dem Madevej in Apenrade (Aabenraa). Auch alle Bilka-Filialen mit Ausnahme von Bilka Hillerød sollen diesen Status erhalten. Damit auch die Filiale in der Grundtvigs Alle in Sonderburg (Sønderborg). 

Bürgerinnen und Bürger der Kommune Tondern (Tønder) müssen ins 40 Kilometer entfernte Apenrade oder nach Ribe (48 Kilometer) ausweichen.

Geschäfte im Umkreis von 50 Kilometern

Bereitschafts-Supermärkte
Übersichtskarte des Einzugsgebiets der 51 Standorte der Bereitschafts-Supermärkte.

„Wir haben unser Ziel erreicht, das Land abzudecken, sodass 80 Prozent der Bevölkerung unsere Geschäfte innerhalb von 50 Kilometern erreichen können“, sagt Anders Hagh, Geschäftsführer der Salling Group. Jetzt beginne die Arbeit mit der Vorbereitung der Geschäfte. Im neuen Jahr sollen die ersten beiden Geschäfte fertig sein und einem Testlauf unterzogen werden, um Erfahrungen zu sammeln. 

Vor einigen Monaten wurden die Zahlungslösungen der Salling Group erweitert, sodass in Netto-, Bilka- und Føtexfilialen mit den meisten physischen Zahlungskarten und Zahlungskarten auf dem Handy bezahlt werden kann – auch ohne Netzwerkverbindung.

Kein Unterschied zum Normalbetrieb

Die Salling Gruppe betont, dass die Vorbereitungsarbeiten in den Geschäften weder für Kundinnen und Kunden noch für Mitarbeitende Auswirkungen auf den Alltag haben werden. „Sollte es eines Tages notwendig werden, eines oder mehrere der Geschäfte zu aktivieren, hoffen wir, dass die Kunden keinen wesentlichen Unterschied zum Normalbetrieb feststellen werden“, hofft Anders Hagh. 

Der Sinn der Einrichtung von Notfallgeschäften bestehe gerade darin, dass Bürgerinnen und Bürger sich mit Lebensmitteln versorgen können, wenn eines Tages die Geschäfte nicht mehr wie gewohnt betrieben werden können – etwa im Kriegs- oder Naturkatastrophenfall.

Alle Notfallgeschäfte, die die Salling Group zu eröffnen plant, sollen bis Ende 2028 fertiggestellt sein. Wann die einzelnen Geschäfte fertig sind, wird laufend bekannt gegeben.