Heizkosten

Preissprung bei Fernwärme: Geschäftsführer erklärt Situation und lädt zum Dialog

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Die Fernwärmepreise auf Nordalsen sind gestiegen, da die Investitionskosten und gestiegene Preise direkt an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden.

Heizen auf Nordalsen kostet in Zukunft deutlich mehr – und viele Fernwärmekundinnen und Fernwärmekunden fordern Antworten. Nach einer Preiserhöhung um fast 3.400 Kronen pro Jahr lädt der Versorger Betroffene zu einem Infotreffen ein. Geschäftsführer Christian Udby erklärt, wie er die Situation erlebt.

Es ist teurer geworden, sein Haus zu heizen, wenn man auf Nordalsen (Nordals) wohnt und Fernwärme bezieht. Wie der Wärmeversorger „Sonfor“ kürzlich angekündigt hat, kann eine Durchschnittskundin oder ein Durchschnittskunde mit einer Preiserhöhung von fast 3.400 Kronen pro Jahr rechnen.

Das hat zur Gründung der Facebook-Gruppe „Stop Fjernvarmepriserne på Nordals“ geführt. Viele Kundinnen und Kunden äußern sich kritisch gegenüber den Berechnungen von „Sonfor“ und fordern eine genauere Erklärung.

„Der Nordschleswiger“ hat dem Direktor des Wärmeversorgers, Christian Udby, Fragen zur aktuellen Situation gestellt.

„Sonfor“ erklärt die Preissteigerung unter anderem damit, dass der Preis für Stroh seit 2020 um 70 Prozent gestiegen ist. Welche Überlegungen habt ihr angestellt, um sich gegen genau diese Schwankungen bei den Brennstoffpreisen abzusichern, und warum wurden diese nicht früher aufgefangen?

„Wir kaufen Stroh nach jährlichen, öffentlichen Ausschreibungen ein. Das haben wir gewählt, um sicherzustellen, dass die Bedingungen jeweils den aktuellen Marktpreisen entsprechen. Alternativ hätten wir über mehrjährige Verträge einkaufen können, aber wir haben hier eingeschätzt, dass das Risiko besteht, dass der Preis auf einem zu hohen Niveau festgelegt wird.“

Verstehst du den Ärger und die Frustration, die viele jetzt äußern – und meinst du, dass man etwas anders hätte machen können?

Christian Udby ist seit Januar 2023 geschäftsführender Direktor von „Sonfor“.

„Natürlich kann ich die Reaktionen gut verstehen, und ich habe auch bemerkt, dass viele Emotionen im Spiel sind. Es gibt keine schlimmere Situation, als bei unseren Kundinnen und Kunden die Preise anheben zu müssen, deshalb überrascht es mich nicht, dass sie so reagieren, wie sie es tun. Das ist natürlich auch eine Reaktion, über die wir intern nachdenken und einschätzen, was wir besser machen können. Deshalb organisieren wir ein Treffen für die Betroffenen, das nach den Sommerferien stattfindet.“

Hat „Sonfor“ Alternativen zur Preiserhöhung in Erwägung gezogen, etwa eine vorübergehende Eigenfinanzierung, Effizienzprojekte oder eine graduelle Preissteigerung, um die Belastung über die Zeit zu verteilen?

„Eine Preiserhöhung ist das Letzte, was wir für unsere Kundinnen und Kunden wollen, und deshalb auch das letzte Mittel, zu dem wir greifen. Wir werden jedoch durch das Fernwärmegesetz reguliert, und wir dürfen im Prinzip weder Überschüsse noch Defizite haben, sondern das Unternehmen muss in sich selbst ruhen. Das bedeutet, dass Kosten und Einnahmen ausgeglichen sein müssen. Erheben wir zu viel bei den Kundinnen und Kunden, muss das zurückgezahlt werden, und haben wir in einem Jahr zu wenig erhoben, muss das in den darauffolgenden Jahren erhoben werden. Die Gesetzgebung ermöglicht, diesen Ausgleich über die Zeit zu verteilen, sodass die Kundinnen und Kunden nicht von Jahr zu Jahr große Schwankungen erleben. Diese Möglichkeit haben wir in den letzten Jahren genutzt, aber die Möglichkeiten sind nun nahezu ausgeschöpft. Wir haben eine externe Partei damit beauftragt, unseren Betrieb zu überprüfen. Deren Einschätzung ist, dass wir so optimiert sind, wie wir es sein können.“

Weitere Antworten am 14. August im „Nordals Idrætscenter“

„Sonfor“ hat weitere Gesprächsbereitschaft signalisiert und zu einem Infotreffen eingeladen. Es beginnt am Donnerstag, 14. August, um 17 Uhr. Hunderte von Menschen haben sich bereits angemeldet. Die Anmeldefrist endet am 12. August, das Treffen findet im „Nordals Idrætscenter“ statt.

Christian Udby sagt dazu: „Wir haben seit der Ankündigung der Preiserhöhung viele relevante und wichtige Fragen von unseren Kundinnen und Kunden erhalten, und deshalb laden wir zu einem außerordentlichen Treffen ein, bei dem wir gemeinsam die aktuelle Situation besprechen können und die Möglichkeit haben, die Gedanken und Vorschläge der Kundinnen und Kunden zu hören.“