Leserbrief

„Effiziente Beleuchtung für Sicherheit und Klima“

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Die Straßenlampen in der Kommune Sonderburg bleiben nachts durchgehend an.

Kirsten Bachmann schreibt in ihrem Leserbrief, warum eine Modernisierung der kommunalen Straßenbeleuchtung aus Sicht der Schleswigschen Partei dringend notwendig ist.

Die Kommune hat kürzlich beschlossen, alle Straßenlaternen nachts eingeschaltet zu lassen – unabhängig davon, ob sie ein geschäftiges Stadtgebiet oder ein ruhiges Wohnviertel mitten in der Nacht beleuchten. Diese Entscheidung wird mit dem Argument der erhöhten Sicherheit getroffen. So weit, so gut. Aber es geschieht auf Kosten des Klimas, der Wirtschaftlichkeit und eines effizienten Energiemanagements. Dies steht in krassem Gegensatz zum Ziel der Kommune, bis 2029 CO₂-neutral zu werden, und deshalb ist es notwendig, weiterzukommen.

Die Schleswigsche Partei hat in den Verhandlungen im Herbst dazu aufgerufen, die Modernisierung der Straßenbeleuchtung wieder aufzunehmen und abzuschließen. Heute sind 65 % der Straßenlaternen mit LED-Lampen ausgestattet, aber die restlichen 35 % sind noch veraltet. Es gibt weder wirtschaftlich noch klimatisch einen Sinn darin, diese notwendige Investition aufzuschieben. Eine vollständige LED-Umrüstung in Kombination mit einer intelligenten Steuerung der Beleuchtung würde zu einer jährlichen Energieeinsparung von ca. 1,9 Millionen Kronen führen – Geld, das unter anderem für Wohlfahrt ausgegeben werden könnte, anstatt für unnötigen Energieverbrauch verschwendet zu werden.

Verschwendung von Ressourcen und eine unnötige Belastung für das Klima

Weiterhin sind mehrere Lichtsteuerungsstationen defekt, was bedeutet, dass bestimmte Straßen rund um die Uhr ohne Grund beleuchtet sind. Dies ist eine Verschwendung von Ressourcen und eine unnötige Belastung für das Klima. Die Lösung ist einfach: Die Kommune Sonderburg sollte die Renovierung der Straßenbeleuchtung abschließen und sicherstellen, dass wir eine energieeffiziente und wartungsfreundliche Lösung erhalten.

Was die anderen Parteien damals unterstützen konnten, war ein Business Case. Nicht mehr als das. Dieser soll nun die erzielten Einsparungen dokumentieren und ob die Finanzierung durch Darlehen erfolgen kann, bei denen die Tilgungen auch durch die erzielten Betriebsoptimierungen gedeckt werden können. Ich bin überzeugt, dass die Straßenbeleuchtung die Sicherheit der Bürger gewährleisten kann, ohne eine unnötige Belastung für Klima und Wirtschaft zu werden. Dafür werde ich mich einsetzen.

Kirsten Bachmann, Fraktionsvorsitzende der Schleswigschen Partei und Vorsitzende des Ausschusses für Technik, Stadt und Wohnen

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