Energiegewinnung

50 Hektar: Mit dem Solarpark sollen neue Hecken entstehen

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Ein Solarpark bei Soholm, südlich von Skive. Solarzellen wandeln mit vielen miteinander verschalteten Solarmodulen das Sonnenlicht in Gleichstrom um, den Wechselrichter in netzfähigen Wechselstrom umwandeln.

Die Kommune Sonderburg plant einen neuen Solarpark bei Snogbækgård, der genug Strom für mehr als 12.000 Haushalte liefern und die kommunalen Klimaziele stärken soll. Die Verwaltung bereitet dafür Bebauungsplan, Umweltbewertung und weitere Bürgerbeteiligung vor.

Die Kommune Sonderburg hat einen Antrag erhalten, in dem zwei Grundstückseigentümer über einen Berater die Errichtung einer Solaranlage bei Snogbækgård beantragen. Das geplante Projekt umfasst rund 50 Hektar mit Solarmodulen, einem Batterielagersystem und einer eigenen Trafostation. Im Vorfeld führte die Verwaltung zwei Bürgerversammlungen und drei Dialogsitzungen durch. 

Nach diesen Gesprächen passte der Antragsteller unter anderem die Platzierung der Transformatorstation und des Batteriespeichers an die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger an.

Auswirkungen für Anwohnende

Der Solarpark Kvosted in der Kommune Viborg speist seit 2023 Strom ins Netz ein und verfügt über eine Leistung von rund 101 Megawatt, genug für den Jahresverbrauch von etwa 22.000 Haushalten. European Energy errichtet die Anlage auf einem früheren Kiesabbaugebiet und umgibt sie mit einem breiten Grüngürtel aus Zehntausenden Bäumen und Sträuchern, der die Sicht von den umliegenden Straßen nimmt

Beim zweiten Bürgertreffen zum geplanten Solarpark Anfang Oktober standen vor allem Lärm, Technikstandort, Hecken, Bauphase, Kabeltrasse und Fördermittel im Mittelpunkt.

Die Dialoggruppe aus Anwohnerinnen und Anwohnern schilderte, dass sie alle unmittelbaren Nachbarinnen und Nachbarn einbeziehen und das Projekt so gestalten möchte, dass möglichst wenige Beeinträchtigungen entstehen. Die Gruppe entscheidet mit über die Lage des Technikareals, lebende Hecken, Zaunlösungen oder Maßnahmen für die Biodiversität. Sie erhielt die Information, dass die Solarnutzung im Gebiet nicht automatisch Windkraft oder weitere Technikflächen ermöglicht.

Lärm und Technikstandort

Bürgerinnen und Bürger fragten nach der Lärmbelastung durch die nördlich platzierte Transformatorstation und nach dem Unterschied zwischen berechneten und tatsächlichen Geräuschen. 

Fachleute erklärten, dass die Berechnungen auf anerkannten Methoden mit realen Anlagentypen beruhen. Die Prognosen lägen unter den Grenzwerten und der Betreiber muss im Störungsfall Technik austauschen und die vorgeschriebenen Lärmgrenzen einhalten.

Hecken, Zäune und Landschaftsbild

Die eigentliche Bauphase eines Solarparks ist verglichen mit der Planungsphase vergleichsweise kurz und wird meist mit etwa 1 bis 3 Monaten angegeben, bei größeren Projekten bis zu einigen Monaten.

Mehrere Fragen betrafen die Bauzeit und die Arbeitszeiten während der Errichtung. Die Kommune erläuterte, dass eine Umweltgenehmigung die zulässigen Arbeitszeiten festlegt, typischerweise werktags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 14 Uhr, und dass besonders das Einrammen der Pfähle zeitweise stärker lärmt.

Thema waren die Wirkung von Hecken auf den Lärm und die optische Einbindung des Projekts, einschließlich zusätzlicher Visualisierungen aus verschiedenen Blickrichtungen. Die Beteiligten vereinbarten breite, mehrreihige, heimische Hecken mit Waldsaumcharakter. Außerdem eine möglichst frühe Pflanzung vor Baubeginn. 

Kabeltrasse und Kosten

Anwohnende interessierten sich für die Kabelverbindung zur Netzanbindung. Die Projektseite führte aus, dass das Kabel zu einer Station in Blans nahe dem Schlachthof führen soll. Der genaue Verlauf ist noch offen, die durchschnittlichen Kosten liegen bei etwa 2,5 Millionen Kronen pro Kilometer.

Teilnehmende fragten nach dem „grünen Fördertopf“ und möglichen Projekten für das lokale Umfeld. Die Kommune erklärte, dass für das Vorhaben bis zu sieben Millionen Kronen in den Fonds fließen und gemeinnützige Vorhaben im Nahbereich sowie im jeweiligen Ortsteil fördern können. 

 

Nachdem der Ausschuss für Technik, Stadt und Wohnen der Sachbehandlung zugestimmt hat, beginnt die Verwaltung mit der Erarbeitung des Planwerks und einer Umweltbewertung.

Oft grasen Schafe als biologische Rasenmäher in Solarparks, weil sie eine umweltfreundliche und kostengünstige Lösung für die Landschaftspflege darstellen.

Die Verwaltung betont: Das Vorhaben unterstützt die Vision des Stadtrats zur Unterstützung der grünen Transformation und der angestrebten CO₂-Neutralität bis 2029 direkt, da es die lokale Produktion von erneuerbarer Energie deutlich steigert. 

Der nächste Schritt umfasst neben der Planungsaufnahme die Organisation einer Bürgerinformationsveranstaltung im Rahmen der öffentlichen Anhörung. Welche Auswirkungen die Bauarbeiten auf den Verkehr haben, betrachtet die Verwaltung im Zuge der Umweltbewertung.

Solaranlage bei Snogbækgård

Das Gebiet befindet sich in der Landwirtschaftszone und wurde im Flächennutzungsplan „2023-2035“ als Perspektivgebiet für Solaranlagen ausgewiesen. Für das Projekt existieren weder ein Bebauungsplan noch ein konkreter Flächenrahmen, daher ist die Erarbeitung erforderlich. 

Die genaue Gebietsabgrenzung basiert auf den bestehenden Flurstückgrenzen und dem eingereichten Antrag und bleibt nach Umsetzung des Plans in der Landwirtschaftszone. 

Das Projekt sieht eine Leistung von circa 50 Megawatt und eine jährliche Stromproduktion von 55.000 Megawattstunden vor – dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 12.200 Haushalten.

Das Solarprojekt Snogbækgård zählt seit Februar 2023 zu den vom Stadtrat identifizierten Perspektivgebieten für großflächige Solarenergieanlagen. 

Das Projekt dient zugleich dem Klimaprojekt „ProjectZero“, mit dem die Kommune Sonderburg bis 2029 CO₂-neutral werden will. Der Antrag hat keine Auswirkungen auf den kommunalen Haushalt.