Deutsche Minderheit

Zwischen Blütenzauber und Heimatgeschichte: Eindrücke aus Renz

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In Renz erwartete die Ausflüglerinnen und Ausflügler ein blühendes Farbenmeer.

Die Sozialdienstgruppe aus Lügumkloster erlebte im Rhododendron-Garten des Ehepaares Jørgensen einen farbenfrohen Frühlingsausflug. Spannende Einblicke in die Vergangenheit folgten an der zweiten Station.

„Die Blütenpracht in allen Farben war einfach wunderschön“, schwärmt Marion Mikkelsen Ohlsen aus Lügumkloster (Løgumkloster) nach dem Besuch des Rhododendron-Gartens in Renz (Rens). Dorthin führte es den Sozialdienst Lügumkloster zum Wochenanfang.

Beim roten Blockhaus von Tove und Jørgen Jørgensen wachsen mehr als 600 Rhododendren und 300 Azaleen. „Wir haben mit dem Zählen aufgehört“, berichtete Jørgen Jørgensen den 20 Gästen.

Angefangen hatte alles seinerzeit mit einem Feld, das die Jørgensens nach dem Bau des Hauses in einen Stauden-Garten verwandelten. Da ihnen die Pflege zu aufwendig war, kamen die Stauden raus, und die Rhododendren und Azaleen hielten ihren Einzug.

Blühendes Leben in verschiedenen Stadien

Ausflüglerinnen genießen die Blütenpracht von der Terrasse aus.

Zur Gestaltung des Gartens hatte Jørgen Jørgensen 150 Tonnen Feldsteine eingesetzt. Es gab viele bewundernde Kommentare, als Tove Jørgensen mit den Gästen herumging.

„Einige Büsche waren noch nicht aufgeblüht, einige wenige waren fast verblüht, die meisten entfalteten sich aber in voller Pracht“, erzählt Sozialdienst-Vorstandsmitglied Marion Mikkelsen Ohlsen. Immer wieder zogen die Büsche mit Blüten in Orange, Gelb, Rot, Weiß, Lila und Rosa in intensiven oder dezenten Tönen die Blicke auf sich.

Aufmerksamkeit wurde auch der gestochen scharfen Kante des Rasens geschenkt. „Wir waren uns sicher, dass Jørgen ihn mit dem Spaten abgestochen hatte. Er zeigte uns aber seinen Kantenschneider. Ich bin mir sicher, mehrere werden sich einen entsprechenden kaufen“, sagt Marion lachend.

Informativer Museumsbesuch

Jørgen Jørgensen (r.) zeigte den interessierten Gästen seinen Kantenschneider.

Vorstandsmitglied Georg Thomsen dankte herzlich den Jørgensens, bevor der Bus Kurs auf das ebenfalls in Renz angesiedelte Grenzland- und Heimatmuseum nahm. Die Vorsitzende Ruth Christensen empfing die Besuchergruppe mit Kaffee, „Bollern” und nordschleswigscher Brottorte. „Die hat super geschmeckt“, so Marion.

Christensen informierte über die Grenzlandausstellung, und anschließend machten sich die Gäste bei einem Rundgang selbst ein Bild von der Schau. Nachhaltigen Eindruck hinterließ unter anderem die Erzählung über die Kartoffeldeutschen. Auch alte Gerätschaften, über deren Anwendung Ruth Christensen Aufschluss geben konnte, stießen auf Interesse „Es war ein spannender und informativer Nachmittag. Schade, dass nicht mehr Mitglieder teilnahmen“, sagt Marion Mikkelsen Ohlsen.

Spargelessen zum Saisonende

Die Sozialdienst-Saison schließt am Dienstag, 2. Juni, mit dem gemeinsamen Spargelessen mit dem Bund Deutscher Nordschleswiger Ortsverein 6240 in der Gaststätte Rasch in Neukirchen (Nykirke). Die Abfahrt erfolgt um 17 Uhr vom Parkplatz hinter der Busstation in Lügumkloster. Der Bus fährt über Osterhoist (Øster Højst).

Die Teilnahme kostet 300 Kronen. Anmeldungen nehmen Karin Lauritzen, Tel. 61 27 43 03, oder Connie Meyhoff Thaysen, Tel. 28 26 66 59, bis zum 23. Mai entgegen.