Deutsche Minderheit

Vereinszuschüsse: Der Jugendverband verteilt das Geld neu

Veröffentlicht Geändert
Der Deutsche Jugendverband für Nordschleswig hat bei der jüngsten Generalversammlung sein neues Zuschussmodell präsentiert.

Bei der Generalversammlung in dieser Woche wurde den Mitgliedern des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig ein neues Zuschussmodell für die Vereine präsentiert. Unter anderem transparenter und fairer soll dieses sein, sagt der Vorsitzende.

Personell bleibt beim Deutschen Jugendverband für Nordschleswig (DJN) auch künftig alles beim Alten, inhaltlich hingegen wird es einige tiefgreifende Änderungen geben. Diese Erkenntnis hat die Generalversammlung des Jugendverbandes gebracht, die in dieser Woche auf dem Knivsberg abgehalten wurde. Sowohl der Vorsitzende Jasper Andresen als auch die Vorstandsmitglieder Christian Hansen, Isabell Møller Brodersen und Rasmus Jessen wurden in ihren Ämtern bestätigt. Genauso wie der Jugendvertreter Jonas Klindt.

Mehr Neues hingegen brachte die Präsentation des DJN-Leiters Thore Naujeck zu den Zuschussrichtlinien für die im Jugendverband organisierten Vereine. Diese werden zum neuen Jahr nämlich komplett geändert.

Keine Gruppenzuschüsse mehr

Bisher war es so, dass die Vereine Gruppenzuschüsse erhalten haben, sprich für jede im Verein aktive Gruppe gab es Zuschüsse. „Der Gedanke dahinter war eigentlich gut. Es sollten sich überall mehr Gruppen bilden, die dann auch an Turnieren in ihrer Sportart teilnehmen. Die Zahlen haben allerdings gezeigt, dass die Art der Bezuschussung nicht zu mehr Aktivität in den Vereinen geführt hat“, sagt Naujeck.

Zudem habe es Vereine gegeben, die das Modell ausgenutzt hätten. So wurden zum Beispiel aus größeren Gruppen absichtlich mehrere kleinere gemacht oder dieselbe Gruppe je nach Jahreszeit umbenannt und dann als neue Gruppe gemeldet, um mehr Zuschussgelder abzugreifen, berichtet der DJN-Leiter.

Doch damit wird in Zukunft Schluss sein, denn künftig erhalten alle Sportvereine und Freizeitklubs im DJN jährliche Zuschüsse für jedes Mitglied statt für die Gruppen: 400 Kronen für Mitglieder unter 25 Jahren und 200 für Ü-25-Mitglieder. „Das ist ein deutlich faireres und transparenteres Modell“, sagt der Vorsitzende des Jugendverbandes, Jasper Andresen.

Gemeinsames Verwaltungssystem

Um diese Förderungen zu erhalten, gibt es allerdings unter anderem eine wichtige Voraussetzung: Alle Mitglieder des Vereins müssen im neuen Verwaltungssystem „Spond“ eingetragen sein. „Wir haben das System bereits in einigen Vereinen getestet und für gut befunden. Dadurch wird die Verwaltung für alle leichter. Die Kommunikation wird vereinfacht und wir können direkt sehen, wer wo und in welcher Gruppe aktiv ist“, sagt Naujeck.

Der Jugendverband wird zudem auch weiterhin im Rahmen seiner Möglichkeiten Sportlehrkräfte für die Vereine zur Verfügung stellen. Allerdings steigen die Kosten von 50 auf 100 Kronen pro Stunde. „Wir machen dies mit Absicht unattraktiver, weil wir die Vereine dazu bewegen wollen, sich selbst mehr um Ehrenamtliche zu bemühen und sich nicht nur darauf ausruhen, dass sie von uns Sportlehrkräfte für ihre Gruppen gestellt bekommen. Wir helfen natürlich sehr gerne, wo wir können, aber das Ziel ist es, dass die Vereine selbstständig funktionieren“, sagt der DJN-Leiter.

DJN-Leiter Thore Naujeck (li.) und der Vorsitzende Jasper Andresen (re.) sind froh, dass die Mitglieder das neue Modell befürworten.

Auszahlung zweimal im Jahr

Die Zuschüsse werden künftig zweimal im Jahr ausgezahlt, am 1. Februar und am 1. August.

Zusätzlich wird es einen sogenannten Innovationstopf mit einem Volumen von 100.000 Kronen geben. Vereine können sich für Projekte auf zusätzliche Mittel aus diesem Topf bewerben.

Mehr Geld als vorher ausgeschüttet

Sowohl der Leiter als auch der Vorsitzende betonen, dass es sich bei den neuen Richtlinien nicht um eine Sparübung handelt. Im Gegenteil: „Bei den aktuellen Zahlen werden wir rund 10.000 Kronen mehr an die Vereine ausschütten als bisher“, sagt Thore Naujeck.

Beide sind froh, dass das neue Modell an diesem Abend von allen anwesenden Mitgliedern gut aufgenommen wird, denn Kritik oder Einsprüche gibt es nicht.

„Ich denke, wir haben da bei den Vereinsabenden im Vorfeld gute Arbeit geleistet und konnten alle mit ins Boot holen. Ich bin froh, dass sie den Sinn dahinter verstehen und anerkennen, dass die Änderungen zum Wohle aller sind“, sagt Jasper Andresen.

Die neuen Zuschussrichtlinien treten ab dem 1. Januar 2026 in Kraft.