Deutsche Kindergärten

Stimmungstest beim Kita-Personal: DKA wollen wissen, wo es hakt

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Im Vordergrund für alle DKA-Eltern: Vorstandsvorsitzende Ida Gregersen. Sie, Stefan Sass (l.) und BDN-Generalsekretär Uwe Jessen, der seit Mitte März auch verantwortlich für die Geschicke des DSSV ist, bilden ein Team, das im Mai noch durch eine neue Gesamtleitung ergänzt wird.

In den deutschen Kindergärten in der Kommune Apenrade lief es zuletzt nicht rund. Jetzt will die Leitung genauer hinschauen: Eine Personalbefragung soll zeigen, wie die Stimmung in den Kita-Teams ist – und welche Veränderungen nötig sind.

In den deutschen Kindergärten der Kommune Apenrade (DKA) gab es in den vergangenen Monaten Unruhe in den Teams, einige Eltern zeigten sich verunsichert. Der Zusammenschluss der zehn Kitas will weiter gegensteuern – und startet jetzt eine Personalbefragung. Ziel ist es, ein genaueres Bild von der Stimmung in den Einrichtungen zu bekommen, das als Ausgangspunkt für weitere Veränderungen dient.

Bevor im Mai eine neue Gesamtleitung ihre Stelle antritt, sollen die Antworten der Mitarbeitenden vorliegen. „Wir wollen einmal den Status quo feststellen“, sagt Stefan Sass. Der Geschäftsführer für den Bereich Kindergärten beim Deutschen Schul- und Sprachverein (DSSV) erklärt, dass die Befragung zum Wohlbefinden des Personals („trivselsundersøgelse“) von einer externen Firma durchgeführt wird – und zwar dreimal. „Aus der ersten Befragung ergeben sich für uns und die neue Gesamtleitung konkrete Handlungsaufgaben“, so Sass.

Stefan Sass ist beim DSSV Geschäftsführer für den Bereich Kindergärten (Archivfoto).

Eine zweite Befragung in einem halben Jahr soll zeigen, ob die Maßnahmen Wirkung zeigen. Die Dritte, ein Jahr nach dem Start, soll – so die Hoffnung von Sass und der DKA-Vorstandsvorsitzenden Ida Gregersen – bereits ein deutlich positiveres Ergebnis liefern.

„Die Befragung wird anonym und von einer externen Firma durchgeführt“, betont Sass. Ida Gregersen ist besonders wichtig, dass auch die Eltern in den Prozess einbezogen werden. „Transparenz ist sehr wichtig“, sagt sie. Die Auswertung soll vor allem zwei Fragen beantworten: Wie geht es den DKA insgesamt – und wie den einzelnen Einrichtungen?

Ida Gregersen ist die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kindergärten Apenrade.

Um die Eltern gut zu informieren und einzubinden, wird der DKA-Vorstand in den Prozess integriert. In dem Gremium ist jede Einrichtung mit einer Elternvertretung repräsentiert.

Bis dahin bleibt vor allem eines wichtig: zuhören. Denn nur wer weiß, wie es dem Team wirklich geht, kann etwas bewegen – in jeder einzelnen Einrichtung. „Die nächste Befragung ist für den Herbst geplant – sie soll zeigen, ob der Kurs stimmt“, sagt Ida Gregersen.