Deutsche Minderheit

Sommerfest in Sonderburg: Ein Festival für alle Sinne

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Am Nageltattoo-Stand durften die Kinder sich verzieren lassen.

Auf dem Schulgelände der Deutschen Schule Sonderburg und im Museum Nordschleswig haben Gäste am Sonnabend bei sonnigem Spätsommerwetter ausgiebig gelacht, gespielt und geschmaust. An 26 Stationen verbrachten Groß und Klein aus den Reihen der deutschen Minderheit ein paar unterhaltsame Stunden. Einige waren zum ersten Mal dabei.

Auf dem Schulgelände der Deutschen Schule Sonderburg ist es an einem Sonnabend normalerweise ruhig und leer. Doch einmal im Jahr verwandelt sich das Außengelände beim großen Festival der deutschen Minderheit vor Ort in ein Paradies voller Aktivitäten. Ob Nagel-Tattoo, Ergometer, Blumenbinden, fliegende Schokoküsse, Memory-Puzzle, ein Parcours oder frisch gegrillte Ringreiter-Würste – die Gäste konnten sich an 26 verschiedenen Stationen vergnügen.

Schulleiterin Henriette Tvede Andersen freute sich über ein gelungenes Sommerfest: „Die Stimmung war gut, und wir hatten zum zweiten Mal eine offene Bühne. Das machen wir wieder“, sagte sie.

Früher hatte das Sommerfest immer ein bestimmtes Thema. Das gibt es beim Festival nicht mehr. „Es ist toll, dass alle Vereine mitmachen“, sagt sie.

Der Tag in Bildern.

Die Luftballons der Schleswigschen Partei fanden schnell Abnehmer. Die Erwachsenen holten sich dort Informationen über die anstehende Kommunalwahl am 18. November.
Die Schulfreizeitordnung lud zum Blumenbinden ein. Viele schufen einen dekorativen Haarkranz, mit dem sich die Trägerinnen schmücken konnten.
Susanne Thomsen und Lars Christensen beim Memory, dem Umwende-Spiel. Die Aufgabe: Auf der einen Karte eine schriftliche Beschreibung und auf einer anderen Karte ein Foto oder Kunstwerk, das dazu passt. Die Eltern der 13-jährigen Tochter Ronja waren zum ersten Mal beim Festival in Sonderburg dabei. „Das finden wir gut", meinten sie beide einstimmig. Ronja wird im kommenden Jahr von der Förde-Schule zur Deutschen Schule Sonderburg wechseln.
Gry (12) hat schon im vergangenen Jahr mit ihrer Klasse den Ruderverein Germania besucht. Sie wollte aber trotzdem gern neben dem Ruderer Chris Eisenkrämer am Ergometer Gas geben.
Lilli Hammerich und Simon Sneevang vom Schulvorstand sorgten für frischgegrillte Ringreiter-Würstchen. Die Schule hatte vorab 150 Würstchen gekauft.
Ein Kuss als Belohnung: Bei der Grafikerin Finja Fichte von der Zeitung „Der Nordschleswiger" flogen die Bälle. Wer die Wurfmaschine traf, dem flog ein Schokokuss in rasantem Tempo zu. Als die 72 Küssse futsch waren, flogen den Kindern eingepackte Bonbons zu. Für Erwachsene gab es ein Gewinnspiel, bei dem ein Gutschein für die Kommune gewonnen werden konnte.
Die Kinder konnten sich auch ein Tattoo auf die Hand oder den Arm verpassen lassen.
Kleine Kunstwerke entstanden am Lego-Stand.
In der Sporthalle forderte ein Parcours alle zum Sport auf.
Stempel bitte: Museumsmitarbeiterin Lena Maas verpasste den Kindern einen Stempel. Die Gäste durften übrigens auch raten, welche zwei Gegenstände im Museum zur früheren Brauerei Petersen passen. Die Lösung: eine Kiste Bier und eine Eissäge.