Kommunalwahl 2025

Podcast-Interview: Popp und Thomsen Terp über Bürgermeister-Chancen in Tondern

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Louise Thomsen Terp (r.) und Jørgen Popp Petersen (2. v. r.) stellen sich den kritischen Fragen von Marle Liebelt und Walter Turnowsky.

Trotz Tierschutzaffäre – die Schleswigsche Partei hält an ihrem Bürgermeister als Spitzenkandidaten in Tondern fest. In einer Sonderfolge des Podcasts „Mojn Nordschleswig“ erklärt Kandidatin Louise Thomsen Terp, warum Jørgen Popp Petersen für sie auch weiterhin der Richtige ist.

Es machte dänemarkweit Schlagzeilen, als Jørgen Popp Petersen von der Schleswigschen Partei vor vier Jahren Henrik Frandsen von der Tondern-Liste (Tønder Listen) den Bürgermeisterstuhl vor der Nase wegschnappte. 

„Ich behaupte, es ist dadurch Ruhe im Stadtrat eingekehrt“, sagt er in einem Wahlextra des Podcasts „Mojn Nordschleswig“.

Mit dem Argument der Ruhe gelang es Popp 2021, eine Mehrheit des neugewählten Kommunalrats davon zu überzeugen, dass sie ihn unterstützen sollte. Und das, obwohl die Schleswigsche Partei nur viertstärkste Kraft wurde. Die bisherige Bürgermeisterpartei hatte sich zerstritten und die Tondern-Liste war aus ihr ausgebrochen. 

Thomsen Terp: Popp spricht mit den Menschen

Die Zweite auf der Liste der SP, Louise Thomsen Terp, ist überzeugt, dass auch die Menschen in der Kommune von der besseren Stimmung im Kommunalrat profitiert haben. Sie ist davon überzeugt, dass Jørgen Popp Petersen auch in den kommenden vier Jahren der beste Bürgermeister wäre.

„Er ist immer bereit, mit den Menschen zu sprechen – auch wenn es um schwere Themen geht, da versteckt er sich nicht“, sagt sie. 

Schweinestallaffäre hat Vertrauen gekostet

Zu diesen schweren Themen zählen die Tierschutzprobleme in seinem jetzt verkauften Stall. Nachdem „TV2“ darüber berichtet hatte, erklärten die Dänische Volkspartei und die Sozialistische Volkspartei, dass sie das Vertrauen in ihn verloren hätten. Die Sozialdemokratie sieht ihn auf „unsicherem Boden“.

„Die Kandidatinnen und Kandidaten der anderen Parteien haben ja nicht gesagt, dass das Vertrauen für immer weg ist“, zeigt sich Popp optimistisch.

Bürgermeister setzt auf klares Ergebnis

Er sieht es als natürlich an, dass die Parteien zunächst ihre eigenen Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten unterstützen. Das Vertrauen zwischen den übrigen Parteien sei nicht gegeben. Er setzt darauf, dass ihm die Wählerinnen und Wähler Rückenwind bescheren.

„Wir hoffen, dass das Wahlergebnis eine Richtung zeigen wird“, sagt Popp. 

Eine Umfrage, die Epinion für „Dit valg. Vores Danmark“ durchgeführt hat, prognostiziert der SP deutliche Zugewinne. Sie ist jedoch mit großer Unsicherheit behaftet, da nur die Hälfte der Wählerschaft sich zum Umfragezeitpunkt entschieden hatte. 

In dem Wahlextra stellen Louise Thomsen Terp und Jørgen Popp Petersen sich ebenfalls Fragen zu den Hotelplänen auf Röm (Rømø), zu Volksabstimmungen über Energieprojekte und sinkenden Kinderzahlen. Die Podcastfolge ist oben im Artikel abrufbar.

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