Deutsche Minderheit

Nordschleswigs Tischtennis-Schulelite trifft sich in Tingleff

Veröffentlicht Geändert
Tischtennis wird in den Schulen und Vereinen der deutschen Minderheit immer beliebter.

Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler von sechs deutschen Schulen aus Nordschleswig messen sich am 1. Februar in Tingleff, um sich für die Endrunde in Deutschland zu qualifizieren.

An den Entscheiden für die Tischtennis-Mini-Meisterschaften haben mehr als 600 Mädchen und Jungen der deutschen Schulen in Nordschleswig in den vergangenen Monaten teilgenommen.

Die besten von ihnen treffen sich nun am 1. Februar, um sich wiederum für den Bezirksentscheid in Flensburg (Flensborg) oder Nordfriesland zu qualifizieren. „Wir haben unglaublich viele Talente hier in Nordschleswig, ich bin wirklich positiv überrascht. Man merkt, dass viele Schülerinnen und Schüler in den Pausen Tischtennis spielen und die Motorik schon gut beherrschen“, sagt Christian Flader vom Deutschen Jugendverband für Nordschleswig (DJN), der als Organisator hinter dem Sportprojekt steht.

Finale in Deutschland

Gespielt wird beim Nordschleswigentscheid in zwei Altersklassen: die Jahrgänge 2012 und 2013 sowie die Jahrgänge 2014 und 2015. Insgesamt vier Kinder pro Altersklasse und Geschlecht qualifizieren sich für den Bezirksentscheid und haben dort die Chance, zum Bundesentscheid zu kommen, bei dem die besten Schultischtennisspielerinnen und -spieler Deutschlands aufeinandertreffen. Bei der ursprünglich rein deutschen Veranstaltung dürfen auch die deutschen Schulen aus Nordschleswig teilnehmen.

Von den zunächst 600 Teilnehmenden in Nordschleswig wurden die 70 besten für den Entscheid in Tingleff eingeladen. 47 haben sich angemeldet, wobei von der Deutschen Schule Pattburg (Padborg) noch welche hinzukommen, nachdem diese am 31. Januar ihren Vorentscheid ausgespielt haben.

Strukturen in Nordschleswig ausbauen

„Die Begeisterung für Tischtennis ist in Nordschleswig wirklich spürbar, das sehen wir auch an den Anmeldezahlen in den Vereinen“, sagt Flader. Aktuell trainiert er unter anderem in Hadersleben (Haderslev), Apenrade (Aabenraa), Sonderburg (Sønderborg) und dem DRG Landsport in Gravenstein, in dem die Kinder der Förde-Schule aktiv sind, mehr als 80 Tischtennisbegeisterte regelmäßig. Sein Ziel ist es, in den kommenden Monaten die Strukturen fürs Tischtennisspielen in den deutschen Vereinen und Schulen in Nordschleswig weiter zu verbessern. Aktuell komme es immer wieder vor, dass zwar eine große Anzahl von Kindern bei den Tischtenniskursen seien, allerdings zu wenig Platten zur Verfügung stehen, um gutes Training durchzuführen, so der DJN-Mitarbeiter.

Der Nordschleswigentscheid am 1. Februar beginnt um 10.30 Uhr in der Sporthalle der Deutschen Schule Tingleff.