Deutsche Minderheit

Kulturtage in Loit: „Es geht hier nicht um Minderheit oder Mehrheit“

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Organisatorin Majbritt Nielsen (rechts) und ihre Kollegin freuen sich auf alte und neue Gesichter an ihrem Stand.

Ein Ort zum Mitmachen und das nicht nur für die Kleinsten. Der Deutsche Kindergarten Loit-Schauby zeigt, dass bei den Kulturtagen in Loit die Gemeinschaft im Vordergrund steht. Organisatorin Majbritt Nielsen berichtet, warum genau solche Veranstaltungen für Institutionen und Vereine so wichtig sind.

Die Kulturtage in Loit bringen nicht nur Werbung für Institutionen wie den deutschen Kindergarten oder andere lokale Vereine, sondern gleichzeitig schaffen sie auch Gemeinschaft. Das ist die Auffassung von Majbritt Nielsen. Sie hat die Tage vom 12. bis zum 14. September organisiert.

Sie sagt: „Es geht hier nicht um Minderheit oder Mehrheit. Veranstaltungen wie diese schaffen Zusammenhalt und Verbindungen innerhalb des Ortes, egal ob Deutsch oder Dänisch gesprochen wird oder zu welchem Verein man gehört.“

Der Plan lautet, die entstandenen Werke aus den Mitmachaktionen sichtbar im Ortsbild zu integrieren. So werden in den nächsten Tagen und Wochen die bemalten Vogelhäuser aufgehängt und das befüllte Insektenhotel findet auch ein neues zu Hause auf einer Wiese nahe der Schule.

Ein fester Bestandteil der Kulturtage

Der Stand des Kindergartens – zum ersten Mal gemeinsam mit der Kirchengemeinde vor Ort aufgebaut.

Schon des Öfteren sei der Kindergarten bei den Kulturtagen vertreten, so Organisatorin Majbritt Nielsen. Zusammen mit einigen Eltern aus dem Kindergarten hat sie den Stand des deutschen Kindergartens Loit-Schauby organisiert. Bereits zum dritten Mal dreht sich bei ihnen alles um Garten und Natur. Für die Kinder soll der Stand ein Ort zum Lernen und Selberausprobieren sein. Die Kleinen bemalen unter anderem Vogelhäuser, befüllen ein Insektenhotel oder toben in einem Heuwagen.

Über Generationen hinweg viele Wiedersehen

Nur durch zahlreiche Unterstützung von Eltern aus dem Kindergarten können solche Projekte realisiert werden, so Majbritt Nielsen.

Mit seiner regelmäßigen Teilnahme an den Kulturtagen möchte der Kindergarten vor allem eines erreichen: auf sich aufmerksam machen und neue Familien für sich gewinnen. Doch darüber hinaus entstehen bei derartigen Veranstaltungen auch besondere Momente. „Hier besuchen uns sogar ehemalige Kindergartenkinder – viele von ihnen kommen nun mit ihren eigenen Kindern vorbei“, erzählt Majbritt Nielsen. Die Wiedersehensfreude ist groß – jede Familie wird herzlich empfangen, und viele Besucherinnen und Besucher bringen eine ganz persönliche Verbindung zum Kindergarten mit.