Deutsches Gymnasium

Erinnerungsplatte für neuen 1g-Jahrgang: Wenn Bildung Spuren hinterlässt

Veröffentlicht Geändert
Schulrektor Jens Mittag erklärt dem neuen 1g-Jahrgang die Bedeutung hinter der Erinnerungsplatte.

Eine Tradition für die Ewigkeit: Für die Neuen am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig in Apenrade soll der Start in die Gymnasialstufe unvergesslich bleiben. Zwei Freiwillige haben dabei tatkräftig unterstützt.

Diese Woche nehmen 71 neue Schülerinnen und Schüler den Unterricht am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN) auf. Bereits seit 2018 besteht die Tradition, den neuen Jahrgang mit einer Erinnerungsplatte auf dem Gehweg der Schule zu verewigen. Rektor Jens Mittag heißt die neuen Klassen herzlich willkommen und sucht sich zwei Freiwillige raus, die die schwere Granitplatte symbolisch verlegen. Eingeleitet wird die Aktion mit den Worten von Mittag: „Es soll ein Ort der Erinnerungen werden.“

„Das war ich, und diese Erinnerung bleibt mir für immer“

Madsbjørn und Cathrin legen im wahrsten Sinne des Wortes den Grundstein für eine Erinnerung für die Ewigkeit. Im Interview mit dem „Nordschleswiger“ haben beide verraten, warum sie sich dafür freiwillig gemeldet haben.

Madsbjørn Ibsen Todsen ist neu in der 1a und hat sich freiwillig für das Verlegen der Erinnerungsplatte gemeldet. „Das war ich, und diese Erinnerung bleibt mir für immer“, erzählt der 17-Jährige mit stolzem Blick auf die frisch verlegte Granitplatte. Doch sie soll nur einer von vielen Meilensteinen in den kommenden Jahren für ihn werden.

Madsbjørn gehört zur dänischen Mehrheit und wohnt in Apenrade. Er freut sich schon sehr darauf, seine neuen Klassenkameradinnen und -kameraden kennenzulernen und Freundschaften auch mit seinen deutschen Mitschülerinnen und Mitschülern zu knüpfen. Zudem möchte er seine Deutschkenntnisse verbessern, um perfekte Voraussetzungen zu haben, in Deutschland studieren zu können. Ob Psychologie, Jura oder Politik – was er studieren möchte, weiß er noch nicht genau, aber bei einer Sache ist er sich bereits sicher: Er möchte Diplomat werden.

„Ich wollte ein Teil dieser schönen Tradition werden“

Für Madsbjørn ist die Tradition mit der Erinnerungsplatte eine sehr schöne Idee, und er freut sich bereits darauf, die Platten der kommenden Jahrgänge miterleben zu können.

Auch Cathrin Kothe Møller ist neu am DGN und gehört zu dänischen Mehrheit. Die 15-jährige Schülerin mochte schon immer die deutsche Minderheit und war vorher bereits an der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA).

Cathrin wohnt in Gjenner (Genner) und freut sich sehr auf die Zeit am Gymnasium. Was sie nach dem Abitur macht, entscheidet sie aber erst, wenn es so weit ist. Zunächst möchte sie sich auf die Schule konzentrieren. Eines ist aber sicher: Als „Teil dieser schönen Tradition" wird sie sich jetzt schon für immer an ihre Zeit am DGN erinnern.

Bäume mussten weichen – nicht nur für die Erinnerungsplatte

Cathrin Kothe Møller freut sich über die „süße“ Tradition am DGN und dass Jens Mittag sie für das Verlegen der Erinnungsplatte ausgewählt hat.

Früher wurde jedes Jahr zum Schulbeginn vom neuen 1g-Jahrgang ein Baum gepflanzt. Wegen Platzmangels und aus Sicherheitsgründen mussten jedoch bereits einige Bäume entfernt werden. 2018 wurde daher entschieden, die Tradition etwas abzuwandeln – und so kam die Idee mit der Erinnerungsplatte.

Es ist bereits die achte Erinnerungsplatte, die nun den Gehweg der Schule ziert.

Die Erinnungsplatte besteht aus Granit und trägt den Namen und das Logo der Schule sowie die Jahreszahl des entsprechenden Jahrgangs.
Applaus gibt es für die Worte von Jens Mittag, für das Verlegen der Erinnerungsplatte und vor allem für den neuen 1g-Jahrgang 2025.