Knivsbergfest

„Elsi“ hat den Plan: Der Berg ist für alle Wetter gewappnet

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Elisabeth Simon schaut mit einem Lächeln aus einem der für das Knivsbergfest aufgestellten weißen Zelte.
Elisabeth Simon schreibt die Risikoeinschätzung für die Kommune.

Mal war es zu trocken, dann machte Unwetter dem Fest einen Strich durch die Rechnung. Welche Wetterlaune diesmal herrscht, ist unklar – umso wichtiger ist die richtige Vorbereitung. Wie sich das Organisationsteam darauf einstellt, erklärt Projektmitarbeiterin Elisabeth Simon.

„Wir sind für so ziemlich jede Lage gewappnet“, sagt Elisabeth „Elsi“ Simon von der Bildungsstätte Knivsberg. Als Projektmitarbeiterin sorgt sie dafür, dass das Knivsbergfest auch in diesem Jahr auf mögliche Extremwettersituationen vorbereitet ist – ob Hitze, Starkregen oder Gewitter.

Dafür erstellt sie eine Risikoeinschätzung – ein offizielles Dokument, das an Kommune und Polizei geht. Darin hält sie fest, wie gut das Gelände auf Extremwetter vorbereitet ist – und welche Notfallpläne im Ernstfall greifen.

Schutzmaßnahmen und Notfallpläne als Prävention

In die Bewertung fließen laut Simon sowohl konkrete Fakten ein – etwa, dass die Rasenfläche des Fußballturniers über eine Drainage verfügt, damit Regenwasser bei starkem Niederschlag gut versickern kann – als auch wetterabhängige, kurzfristige Maßnahmen, die je nach Lage ergriffen werden.

„Ob bei Unwettern mit Starkregen oder großer Hitze – wir müssen genau darlegen, welche Schutzmaßnahmen wir getroffen haben und wie unsere Notfallpläne aussehen“, erklärt Simon.

Gerade auf einem Berg sind Menschen laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) besonders wetterbedingten Risiken ausgesetzt: Die Wahrscheinlichkeit eines Blitzeinschlags ist höher, es gibt weniger natürlichen Schutz vor Wind und Wetter, die Sonneneinstrahlung ist intensiver – und die Wetterlage kann sich innerhalb kürzester Zeit drastisch ändern.

Je nach Vorhersage reagieren wir dann entsprechend.

Elisabeth Simon

Und welche Maßnahmen gibt es konkret?

„Für den Fall starker Hitze haben wir dafür gesorgt, dass strategisch gut verteilt Sonnenschirme aufgestellt sind – es gibt also überall Möglichkeiten, in den Schatten zu gehen“, sagt Simon. Außerdem stehen drei große, stabile Zelte zur Verfügung, in die Besucherinnen und Besucher bei Bedarf ausweichen können.

„Unsere Notfallsanitäter halten Kühlpacks bereit, und es gibt ein schattiges Ruhezelt, in dem sich Menschen erholen können, wenn ihnen die Hitze zu schaffen macht“, so Simon weiter. „Zudem werden sie regelmäßig über das Gelände gehen und die Besucher im Blick behalten, um bei Bedarf sofort reagieren zu können.“

Auch für mehr Sitzgelegenheiten sei in diesem Jahr gesorgt worden.

Knivsbergfest
Die Erste Hilfe hält bei Bedarf Kühlpacks bereit (Archivbild).

Über Social Media werden bei Bedarf Erinnerungen geteilt, zum Beispiel daran, eine Kopfbedeckung, Sonnencreme und eine Trinkflasche mitzubringen. „Wir haben außerdem noch mehr Wasserspender aufgestellt, damit alle jederzeit ihre Flaschen auffüllen können“, erklärt Simon.

Aber was, wenn es nicht zu warm, sondern richtig nass wird?

Keinen Regenschirm als Sonnenschutz wie im Jahr 2023: In diesem Jahr werden bei Hitze mehr Sonnenschirme strategisch gut an Orten mit wenig Schatten platziert (Archivbild).

„Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem DMI (Danmarks Meteorologiske Institut, Anm. d. Red.) und nutzen zusätzlich mehrere Wetter-Apps auf unseren Handys, um uns frühzeitig über Veränderungen zu informieren“, sagt Simon.

„Je nach Vorhersage reagieren wir dann entsprechend. Bei Gewitterwarnung sagen wir das Fest – wie im vergangenen Jahr – notfalls auch kurzfristig ab. Das Risiko ist einfach zu groß.“

Kurzzeitiger Regen sei allerdings kein Problem: „Zehn Minuten Starkregen können schon mal vorkommen – dagegen können wir sowieso nichts tun“, sagt sie. Wichtig sei vor allem, die Wetterlage im Blick zu behalten, um flexibel auf jede Entwicklung reagieren zu können.