Knivsbergfest

Christian und seine 15 trotzen den Autohorden

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Morgens und am Nachmittag geht es beim Knivsbergfest weder vor noch zurück.

Staus sind beim Knivsbergfest Tradition. Damit diese in diesem Jahr endet, ist Christian Hoff zum neuen Parkplatzchef ernannt worden. Mit einer Schulung und Verkehrsplänen im Gepäck will er sich in Leonidas-Manier den anrückenden Autohorden in den Weg stellen.

„Wenn alle sich an die Anweisungen halten, wird es keine Staus geben“, sagt Christian Hoff.

Was in der Theorie so banal und einfach klingt, ist vermutlich seit dem ersten Knivsbergfest 1894 noch kein einziges Mal in der Praxis geglückt.

Schulung in Horsens

Die Staus am Morgen und am Nachmittag sind ebenso feste Knivsbergfesttradition wie das Muldenprogramm. Doch damit soll ab diesem Jahr Schluss sein. Christian Hoff, 24 Jahre alt, wohnhaft auf Nordalsen (Nordals), nimmt sich nun der Sache an. Für seine „Mission Impossible“ hat der Lehramtsstudent sogar eine Schulung in Horsens absolviert, um Schilder ordnungsgemäß aufzustellen und Verkehrspläne zu erstellen.

„Wir haben die Pläne bei der Kommune eingereicht, es sind im Grunde die gleichen wie im vergangenen Jahr, als das Fest dann ja leider ausgefallen ist. Bei der Schulung habe ich gelernt, wie die Verkehrsschilder aufgestellt werden müssen und welche Abstände einzuhalten sind. Außerdem bin ich die Ansprechperson für die Polizei, sollte diese beim Knivsbergfest kommen müssen“, so Hoff.

Aus seiner Sicht ist es eigentlich ganz einfach, die Staus zu vermeiden: „Das Chaos entsteht immer nur, weil Leute ohne Parkticket zum Berg kommen und dort parken wollen. Wenn sie dann merken, dass das nicht klappt, halten sie unten an der Straße, um ihre Familie abzuladen. Wenn das zu viele auf einmal machen, entstehen die Staus“, sagt der neue Parkplatzchef.

Christian Hoff will das Unmögliche möglich machen: ein staufreies Knivsbergfest.

Erfolgreicher sein als Leonidas

Damit das dieses Mal nicht wieder passiert, kommen die Wunderwaffen zum Einsatz: die Wegschickerinnen und Wegschicker. Sie werden am Haderslevvej postiert, um Autofahrerinnen und Autofahrern, die am Straßenrand halten möchten, direkt eine Ansage zu machen. Dabei wird es sich mutmaßlich um Schülerinnen und Schüler des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN) handeln. Wer ihn allerdings genau bei seiner Herkulesaufgabe unterstützen wird und wie viele es sein werden, weiß Christian Hoff noch nicht. „Die endgültige Besprechung hat noch nicht stattgefunden, wenn es nach mir geht, sind wir so um die 15 Personen.“

Während Leonidas also 300 Spartaner benötigte, um sich den anrückenden Horden zu erwehren, hat Christian Hoff mit Glück 15 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten zur Verfügung. Es bleibt zu hoffen, dass sie ähnlich motiviert sein werden wie Leonidas’ Spartiaten an den Thermopylen – und vor allem erfolgreicher sind, damit alle Besucherinnen und Besucher am 21. Juni eine stressfreie An- und Abreise beim Knivsbergfest erleben. Ahu.

Richtig parken – so geht’s:

Wichtig: Ohne Parkticket ist kein Parken direkt am Berg möglich. Deshalb die ausgeschilderten Parkflächen und den kostenlosen Shuttle-Service nutzen.

Parken & Shuttle – einfach gemacht.

📍 Zusätzliche Parkplätze:
– Genner Bygade 1, 6230 Rødekro
– Haderslevvej 467, 6230 Rødekro

🚌 Shuttle-Busse:
– Fahren von 8:00 bis 17:00 Uhr
– Kostenlos – genau wie das Parken
– Gelbe Schilder weisen den Weg
– Vor Ort helfen freiwillige Helferinnen und Helfer

Bitte beachten:
Wer ein Parkticket hat, aber nicht als Schulbetreuung kommt, sollte zwischen 08:30 und 09:30 Uhr nicht aufs Gelände fahren – dann kommen die Schulbusse.

Abends umparken.
Ab 16:30 Uhr ist das Parken am Knivsberg für alle freigegeben. Du kannst dein Auto mit dem Shuttle holen und auf der Wiese beim Gelände parken.