Deutsche Minderheit

4.000 Kilometer: Eine Wanderung von Sonderburg nach Spanien

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Gabor Graehn auf seiner 4.000 Kilometer langen Tour

Gabor Graehn ist fünf Monate lang von Dänemark nach Spanien gewandert. Am 13. November erzählt er auf Einladung des Bundes Deutscher Nordschleswiger und der Bücherei Sonderburg im Multikulturhaus von seinem außergewöhnlichen Spaziergang.

Gabor Graehns Herz schlägt seit Jahrzehnten für das Wohlbefinden seiner Patientinnen und Patienten. Aber er brennt auch für etwas anderes, was er nur im Freien findet: Er liebt die Natur und ganz besonders die Vogelwelt. So fasste der damals 54-jährige Mediziner im vergangenen Jahr einen sehr kühnen Plan: Er wollte nach Spanien auf den Jakobsweg, und zwar zu Fuß.

Der Oberarzt verabschiedete sich am 6. April 2024 von seiner Frau Anne und den Kindern und verließ für fünf Monate sein Zuhause in Sonderburg. Seine Route führte ihn von Dänemark nach Frankreich und anschließend auf die Nordwestseite Spaniens bis zum Kap Finisterre in der nordwestlichen Ecke Spaniens. Der Ort wird auch Ende der Welt genannt. Gabor Graehn wanderte täglich 25 bis 40 Kilometer.  

Seine Frau Anne hatte Verständnis für seine Suche nach Herausforderung und Erlebnis, erzählt der Pilger. Er wollte etwas Ungewöhnliches machen und viel erleben. Mit dabei war nur sein elf Kilo schwerer großer Rucksack, in dem er seine Verpflegung und das Zelt transportierte. Anne begleitete ihren Mann lediglich 14 Tage lang in der Mitte seiner Strecke. 

Gabor Graehn – und eine Schnecke

Gabor Graehn (56) zog 2001 mit seiner Familie von Deutschland nach Nordschleswig. Er ist Oberarzt in der nephrologischen Abteilung im Sonderburger Krankenhaus, wo er Menschen mit Nierenleiden hilft. Er konnte sein 25. Jubiläum im süddänischen Krankenhauswesen feiern. 

Über seine fünf Monate und 4.000 Kilometer erzählt er am Donnerstag, 13. November, auf Einladung des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) und der Bücherei im Multikulturhaus. Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr. Anmeldungen sind nicht notwendig. 

Gabor Graehn an seinem Ziel: Kap Finisterre, was auch das Ende der Welt genannt wird.