Seniorenratswahl

Wie der Älterenrat den Alltag verbessert – Dieter Jessen kandidiert erneut

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Dieter Jessen ist stellvertretender Vorsitzender des kommunalen Älterenrats in der Kommune Sonderburg.

Die Älterenratswahl in der Kommune Sonderburg findet erstmals digital statt. Beantragt hat das der Älterenrat selbst, in dem sich Dieter Jessen seit nunmehr vier Jahren engagiert. Der zweite Vorsitzende spricht über konkrete Erfolge der laufenden Wahlperiode und betont die Bedeutung der Wahl für Menschen über 60.

Parkplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität besser gestalten – das ist eines von mehreren Erfolgsprojekten des Älterenrats in Sonderburg. 

Dieter Jessen ist seit vier Jahren Mitglied und zweiter Vorsitzender. Er erläutert ein Beispiel seiner Arbeit: „Wir wurden von der Kommune gebeten, über einen neuen Masterplan für das Parken zu beraten und haben vorgeschlagen, mehr Behindertenparkplätze einzurichten und für Barrierefreiheit an wichtigen Orten zu sorgen.“ Dieses Engagement führte zu konkreten Verbesserungen für ältere und mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger.

30 bis 40 Aktivitäten pro Jahr 

Ein weiteres Beispiel ist die Mitgestaltung einer leicht verständlichen Pflegebroschüre. Jessen erklärt: „Die Broschüre nutzt eine klare Sprache und erklärt Fachbegriffe besser. Wir haben Vorschläge eingebracht, damit Text und Layout für alle gut verständlich sind.“ Damit erleichtert der Älterenrat den Zugang zu wichtigen Informationen für Betroffene und Angehörige.

Außerdem organisiert der Älterenrat jährlich Veranstaltungen und Vorträge, die beispielsweise über Alkohol im Alter, Fahrtüchtigkeit oder Gesundheit thematisieren.

Als zweiter Vorsitzender ist der 71-Jährige an rund 30 bis 40 Aktivitäten pro Jahr beteiligt. Er schätzt den engen Austausch mit der Kommunalverwaltung, die Mitglieder des Rates immer wieder zu internen Workshops einlädt. „Dadurch entstehen gute Kontakte und wir erhalten Fachwissen, unter anderem über die neue Altenreform.“

Dieter Jessen sieht sich und die Mitglieder des Älterenrats als Vermittler. „Wenn ich bei Veranstaltungen oder im Gespräch mit anderen Menschen bin, kläre ich gerne Missverständnisse und informiere über Zusammenhänge. Diese Aufgabe ist mir wichtig.“

Je mehr Menschen wählen, desto größer ist unsere Legitimität und Akzeptanz bei der Kommune.

Dieter Jessen

Verlässlichkeit und Disziplin stehen für ihn an erster Stelle. In den zurückliegenden Jahren hat der 71-Jährige an allen Sitzungen teilgenommen. „Wer Verantwortung übernimmt, bereitet sich vor und nimmt teil, das ist für mich selbstverständlich.“

Als ehemaliges Stadtratsmitglied der Schleswigschen Partei und als Teil der deutschen Minderheit informiert er gerne über seine Arbeit, die er ehrenamtlich leistet. „Als Ansprechpartner für die Minderheit stehe ich gerne zur Verfügung und berichte über unsere Arbeit, zum Beispiel im Sozialdienst oder Bezirksvorstand.“

Die Wahl zum Älterenrat wird 2025 erstmals digital durchgeführt. Jessen begrüßt das ausdrücklich, immerhin hat sein Rat das vorgeschlagen und durchgesetzt. „Wir sparen Papier, es gibt keine Briefwahlunterlagen mehr, und alle Bürgerinnen und Bürger über 60 erhalten eine Einladung zur Online-Abstimmung in der E-Box.“ Für Menschen ohne digitalen Zugang gibt es vor Ort Tablets zum Wählen und auf Antrag Hausbesuche mit mobiler Stimmabgabe (siehe Infobox).

Dieter Jessen bei einer aktuellen Wahlveranstaltung, bei der er auf die Älterenratswahl aufmerksam machte.

Er ruft alle Wahlberechtigten auf: „Je mehr Menschen wählen, desto größer ist unsere Legitimität und Akzeptanz bei der Kommune.“ Insgesamt neun Personen werden in den Älterenrat gewählt, 21 stehen in der Kommune zur Wahl. 

Mit seinem erneuten Engagement möchte Dieter Jessen den positiven Schwung der letzten vier Jahre fortsetzen: „Ich finde es toll, damit zu machen. Deshalb stelle ich mich wieder zur Wahl.“ Seine Stimme abgegeben hat er bereits. Auf sich selbst? „Aber natürlich“, sagt er, und lacht.

Seniorenratswahl in der Kommune Sonderburg

In der Kommune Sonderburg findet 2025 wieder die Wahl zum Seniorenrat statt. Das Gremium vertritt die Interessen älterer Bürgerinnen und Bürger gegenüber dem Stadtrat und der Verwaltung. Gewählt wird digital – mit der Möglichkeit, auch persönlich abzustimmen.

Wer wählen darf

Wahlberechtigt sind alle Einwohnerinnen und Einwohner der Kommune, die das 60. Lebensjahr vollendet haben oder bis zum 18. November 60 Jahre alt werden. Jede wahlberechtigte Person mit Wohnsitz in der Kommune erhält über die digitale Post einen Wahllink. Wer von der digitalen Post befreit ist, kann im Borgerservice in Gravenstein (Gråsten), Norburg (Nordborg) oder Sonderburg vorab seine Stimme abgeben.

Wie läuft die Abstimmung

Ab dem 7. Oktober können Wählerinnen und Wähler ihre Stimme online oder am Wahlabend an einem von 17 Abstimmungsorten in der Kommune abgeben. Dort stehen Tablets bereit, auf denen die Abstimmung erfolgt. Die Gesundheitskarte ist mitzubringen, ein gesonderter Wahlzettel- oder Wahlkartenversand findet nicht statt. Die Möglichkeit zur Stimmabgabe im Bürgerservice besteht bis einschließlich Freitag, 14. November. Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen können, können zwischen dem 21. Oktober und dem 6. November einen Hausbesuch beantragen.

Kandidatinnen und Kandidaten

Die Kandidatinnen und Kandidaten sind hier einzusehen.