Soziales

Sozialdienst Nordschleswig erhält mehr Anerkennung und Zuschuss in Tondern

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Die Vorsitzende des Tonderner Sozialausschusses, Barbara Krarup Hansen (l.), und Ursula Petersen (r.) vom Sozialdienst Nordschleswig besiegelten ihre Vertragsverlängerung mit Unterschrift und Händedruck.

Die Kommune Tondern hat ihre Partnerschaft mit dem Sozialdienst Nordschleswig offiziell verlängert und den jährlichen Zuschuss auf 100.000 Kronen erhöht. Sozialdienst-Abteilungsleiterin Ursula Petersen spricht von einer großen Anerkennung für die grenzüberschreitende Sozialarbeit, während Stadträtin Randi Damstedt (SP) die Zusammenarbeit als „echte Erfolgsgeschichte“ bezeichnet.

Mit einem kräftigen Händedruck wurde am Dienstag im Rathaus von Tondern die Vertragsverlängerung zwischen der Kommune Tondern und dem Sozialdienst Nordschleswig besiegelt. Die Vereinbarung gilt für weitere zwei Jahre und sieht zugleich eine Erhöhung des kommunalen Zuschusses von 75.000 auf 100.000 Kronen jährlich vor.

Die Unterzeichnung ist Teil einer Reihe neuer Partnerschaftsabsprachen, mit denen die Kommune ihre Zusammenarbeit mit freiwilligen sozialen Organisationen – darunter Frelsens Hær (Heilsarmee) und SindHuset – weiter ausbaut. Ziel ist, kommunale und zivilgesellschaftliche Kräfte im sozialen Bereich enger zu verzahnen.

Riesige Anerkennung

Ursula Petersen, Abteilungsleiterin des Sozialdienstes Nordschleswig, wurde bei der Unterzeichnung von der für den Raum Tondern zuständigen Familienberaterin Linda Søndergaard begleitet. Gegenüber dem „Nordschleswiger“ sagte Petersen: „Die Vertragsverlängerung ist eine riesige Anerkennung für den Sozialdienst im Allgemeinen und für unsere Familienberatung im Besonderen. Es zeigt, dass die Kommune Tondern unsere menschlichen Werte – unsere sogenannten ‚bløde værdier‘ – zu schätzen weiß.“

Sie betont zugleich die Bedeutung der formalen Kooperation: „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Kommune Tondern. Wir haben eine direkte Anlaufstelle – und umgekehrt ist das auch der Fall.“

Die Zusammenarbeit läuft auch in den anderen Kommunen

Der neue Vertrag läuft am 31. Dezember 2027 aus. Eine Vertragsverlängerung ist nicht ausgeschlossen.

Dass Tondern bislang die einzige nordschleswigsche Kommune ist, in der die Zusammenarbeit vertraglich festgelegt wurde, sieht Petersen nicht als Kritik, sondern als Ansporn: „Ich bin bester Hoffnung, dass es auch in Apenrade, Hadersleben und Sonderburg zu ähnlichen Vereinbarungen kommen wird. Ich habe den Eindruck, dass sich die Zusammenarbeit auch in den drei Kommunen verbessert hat. Die kürzliche Einladung der Kommune Apenrade zu einem Workshop über die künftige Bedarfsermittlung (dänisch: visitation, d. Red.) zeigt, dass auch dort unser Know-how geschätzt wird.“

Randi Damstedt, Mitglied des Stadtrats für die Schleswigsche Partei (SP) und des Sozialausschusses, unterstreicht, dass sich die formalisierte Kooperation in der Praxis bewährt hat: „Wir haben die bestehende Absprache nicht nur verlängert, sondern auch den Zuschuss erhöht. Ich denke, beide Seiten – Kommune und Sozialdienst – sind sehr zufrieden. Der Sozialdienst erreicht einfach eine andere Klientel als die, mit der die Kommune sonst in Kontakt kommt.“

Anerkennung und stabile Rahmenbedingungen

Auch Barbara Krarup Hansen (parteilos), Vorsitzende des Sozialausschusses, lobte die enge Zusammenarbeit: „Die Partnerschaftsabsprachen mit NGOs und freiwilligen sozialen Vereinen sind schlichtweg eine Notwendigkeit, um Zielgruppen zu erreichen, die wir sonst kaum erfassen könnten.“ Eine NGO (abgekürzt für Non-Governmental Organisation) ist auf Deutsch übersetzt eine Nichtregierungsorganisation. Es handelt sich dabei um eine unabhängige, nicht gewinnorientierte Organisation, die sich für bestimmte gesellschaftliche, politische oder soziale Ziele einsetzt.

Mit den neuen Partnerschaftsverträgen bekräftigt die Kommune Tondern ihren Anspruch, ehrenamtliche und kommunale Sozialarbeit stärker zu verbinden und den freiwilligen Akteuren Anerkennung und stabile Rahmenbedingungen zu bieten.