Deutsche Minderheit

Kunst trifft Kritik: Das zeigt die Ausstellung in der Förde-Schule

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V. l.: Christine Ries, Karin Baum und Christiane Schindler auf der Treppe der Kaminhalle, wo einige der 74 Werke zu sehen sind

Die neue FFKK-Ausstellung in der Förde-Schule Gravenstein zeigt insgesamt 74 Werke von 32 Künstlerinnen und Künstlern unter dem Thema „Natur & Kultur“. Zwei der Mitwirkenden berichten von ihrer Begeisterung für den Verein und ihrer ganz persönlichen Annäherung an das Thema durch ihre Kunst.

Kunst und Kultur: Das ist das Thema der neuen Ausstellung, die am 2. November im Rahmen des Deutschen Tages in der Förde-Schule eröffnet. Sie präsentiert insgesamt 74 Werke von 32 Künstlerinnen und Künstlern. Viele der Mitwirkenden des „Flensborg Fjords Kunst & Kulturvereins“ (FFKK) setzen sich dabei kritisch mit dem Verhältnis von Natur und Mensch auseinander.

Christiane Schindler und Christine Ries gehören zu den Künstlerinnen und Künstlern und erzählen, was ihnen die Mitgliedschaft im FFKK bedeutet und warum sie sich aktiv im Verein engagieren. 

FFKK-Mitgliedschaft bringt Kontakte nach außen

Christiane Schindler hat das Bild oben links für die Ausstellung geschaffen. Es beschäftigt sich kritisch mit dem Verhältnis von dominanten Menschen und gezähmten Tieren in Gefangenschaft.

Christiane Schindler lebt und arbeitet in Dalsgård bei Rinkenis (Rinkenæs). Sie ist erst in diesem Jahr dem Verein beigetreten und betont den Wert des Netzwerks und die Möglichkeit, ihre Kunst öffentlich zu zeigen: „Ich habe über Karin Baum davon erfahren und bin sehr erfreut, weil ich es gut finde, dass man so ein Netzwerk hat und darüber Leute kennenlernt. Ich finde das irgendwie ganz schön, wenn man nicht nur im stillen Kämmerlein vor sich hinwerkelt. Und ich habe darüber bereits Bilder verkauft. " 

Für die aktuelle Ausstellung hat sie ein Werk eigens zum Thema „Natur & Kultur“ geschaffen. Dabei reflektiert sie kritisch über das Verhältnis des Menschen zur Natur, inspiriert vom Zirkus, wo Tiere für den Menschen dressiert werden. Ihr Bild zeige eine Befreiung der Tiere, verbunden mit dem Wunsch nach einem freundlichen Miteinander von Natur und Kultur, so die Künstlerin.

Christine Ries, die in Sonderburg lebt und sowohl zu Hause als auch im Atelier in Ekensund (Egernsund) arbeitet, hebt den sozialen Aspekt der FFKK-Mitgliedschaft hervor: „Die Mitgliedschaft bedeutet, eine soziale Zusammenhänge zu haben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, auszustellen. Ich werde inspiriert, wenn man die anderen Bilder sieht.“ 

Die 73-jährige Christine Ries hat mehrere Werke zur Ausstellung beigesteuert. Auf den drei Bildern hinter der Künstlerin spielt sie mit der quadratischen Darstellung eines Ziegeleibetriebs.

Ihr Gemälde ist unter anderem vom Morsum Kliff auf Sylt inspiriert, das sie abstrahiert, viereckig und in Farben umsetzt. Die Vielfalt der Stile und Herangehensweisen im Verein bereichert ihr künstlerisches Schaffen.

Die Ausstellung bietet ein breit gefächertes künstlerisches Spektrum mit Werken, die sich auf vielfältige Weise mit dem Thema „Natur & Kultur“ auseinandersetzen. Von freien Interpretationen über Meeresbilder bis hin zu kritischen Reflexionen. 

Ein Werk der Ausstellung von Susanne Weber

Die Eröffnung mit einer Rede von Christel Leiendecker vom Kulturausschuss der Kommune Sonderburg beginnt am Sonntag, 2. November, um 15 Uhr in der Förde-Schule Gravenstein. Die Ausstellung ist an Schultagen von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Karin Baum (r.) ist seit vielen Jahren die Organisatorin der Ausstellung in der Förde-Schule.