Nordschleswigsche Kaffeetafel

Gäste aus Kopenhagen stehen für dieses Kuchenbüfett in Norburg Schlange

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Einheimische backen Kuchen und Torten, die beim „Sønderjysk Kaffebord“ verteilt werden. Die Gäste suchen sich aus, was auf dem Teller landet.

Ein Freiluft-Kuchenbüfett mitten in der Stadt: Dieses Angebot macht der Norburger Handelsverein jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr. Gäste erzählen, wie sie gezielt nach dem „Kaffebord“ gesucht und ihre Lieblingskuchen gefunden haben. Helferinnen und Helfer berichten, warum sie jedes Jahr wieder dabei sind und was ihnen an der Gemeinschaft besonders gefällt.

Jeden Mittwoch verwandelt sich der Rote Platz am Stationsvej in Norburg während der Sommerwochen in einen Treffpunkt für Kuchenliebhaberinnen und -liebhaber aus dem In- und Ausland. Das „Sønderjysk Kaffebord“ des örtlichen Handelsvereins lockt mit einer großen Auswahl an Kuchen.

Das Besondere daran: Die Kuchen sind von Ortsansässigen gebacken, und für 50 Kronen kann man essen, so viel man will. Oder kann. Kaffee oder Saft sind im Preis inbegriffen.

Aus dem Nordborg Resort zum Kuchenbüfett

Preise, über die Gäste aus Kopenhagen staunen. Marie Sundgaard steht mit Vitus und Luna sowie Kirsten Thomassen am ersten Kuchenbüfett-Mittwoch der Saison an einem der Tische und erzählt, wie sie gezielt nach der Nordschleswigschen Kaffeetafel Ausschau gehalten hat. „Ich suchte einfach auf Google nach einem ,Sønderjysk Kaffebord'“, sagt Marie Sundgaard und lächelt, während Luna ergänzt: „Mein Lieblingskuchen ist die Erdbeerroulade. Die ist schon aufgegessen.“

Die Familie verbringt ihren Urlaub im Nordborg Resort. Für die Gruppe ist das Angebot eine willkommene Gelegenheit, regionale Spezialitäten kennenzulernen. Kirsten Thomassen ergänzt: „Das Angebot ist wirklich beeindruckend. Wir haben auch ,Gode Råd' probiert und Brottorte.“

Die Gäste berichten, dass sie die Kaffeetafel in dieser Form aus Kopenhagen nicht kennen: „Es gibt dort zwar Kuchen-Tapas, aber das hier ist etwas Besonderes. Und für 50 Kronen bekommt man sowas in Kopenhagen schon gar nicht!“

Neben den Urlaubern aus Kopenhagen genießt Timo mit Mutter Berit Storm Mortensen eine süße Urlaubsstunde. Beide kommen von Seeland und bewohnen gerade ein Sommerhaus in Købingsmark. Sie haben das Angebot ebenfalls über das Internet gefunden. „Wir haben einfach gegoogelt, was es in Nordschleswig gibt. Und für das Angebot hier mussten wir gar nicht weit fahren“, sagt Berit Storm Mortensen.

Marie Sundgaard (l.) verbringt mit Luna und Vitus sowie Kirsten Thomassen ihren Urlaub im Nordborg Resort und sagt: „Ich habe schon einige Gäste aus dem Resort gesehen, die ebenfalls hier sind.“
Die Frucht-Rouladen waren sehr beliebt und überlebten den Mittwoch nicht.

Die Stimmung ist entspannt, die Auswahl an Kuchen beeindruckend, sagen Mutter und Sohn. Die Helferinnen und Helfer wie Helga Andersen und Peter Nissen sorgen dafür, dass sich alle willkommen fühlen.

„Ich glaube, das tut Norburg gut“

Timo aus Kopenhagen ist mit seiner Mutter gekommen und ließ sich die Kuchen schmecken.
Seit mittlerweile zehn Jahren tischen Ehrenamtliche und Mitglieder des Norburger Handelsvereins Kuchen auf dem Roten Platz auf.

Helga Andersen ist seit acht Jahren dabei und übernimmt vorwiegend Aufgaben in der Küche. Sie sagt: „Ich mache das, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Die Leute kommen von weit her, und ich glaube, das tut Norburg gut.“

Besonders stolz ist sie auf die Backleistung des Teams: „Wir haben heute alleine über 200 ,Gode Råd' gebacken. Anstrengend ist das aber nicht. Es macht Freude!“

Sommer-Kuchenbüfett in Norburg

Helga Andersen hilft schon seit vielen Jahren mit. Am Mittwoch sorgte sie dafür, dass der Kaffee nicht ausging.
Das Engagement der freiwilligen Helferinnen und Helfer prägt die Veranstaltung. Peter Nissen unterstützt das Team seit vier Jahren und sagt: „Ich mache das einfach, weil es Spaß macht.“