Kinderbetreuung

Feuerwehr-Einsatz im Deutschen Kindergarten Pattburg: Wasserschaden legt Betrieb lahm

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Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte noch größere Schäden (Archivbild).

Dampf statt Rauch sorgte am Montagmorgen für einen Feuerwehreinsatz im Deutschen Kindergarten Pattburg. Was zunächst wie ein Brand wirkte, entpuppte sich als wetterbedingter Defekt an einem Fernwärmerohr mit erheblichen Wasserschäden. Die Betreuung der Kinder ist ausgefallen – doch Alternativen werden bereits organisiert.

Es war kurz nach halb sieben, als der Alltag im Deutschen Kindergarten Pattburg am Montagmorgen abrupt zum Stillstand kam. In den frühen Morgenstunden hatte sich im Gebäude dichter Dampf ausgebreitet – für die Mitarbeitenden zunächst nicht von Rauch zu unterscheiden. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Die Kinder waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Einrichtung.

„Von der Leitung des Deutschen Kindergartens Pattburg kam gegen 6.30 Uhr die Information, dass es im Gebäude eine starke Rauchentwicklung gebe“, berichtet Juliane Weigand, Gesamtleiterin der Deutschen Kindergärten Apenrade. Erst beim Eintreffen der Einsatzkräfte folgte die Entwarnung: Kein Feuer, kein Rauch – sondern Dampf aus einem defekten Fernwärmerohr, das einen erheblichen Wasserschaden verursacht hatte.

Betreuung vorerst nicht möglich nach Wasserschaden

Die Folgen für den Kindergarten sind dennoch erheblich. Rund 50 Quadratmeter der Einrichtung stehen unter Wasser.

„Damit war klar, dass eine Betreuung der Kinder heute nicht möglich ist“, so Weigand.

Ursache war vermutlich ein wetterbedingter Heizungsschaden, der sich bereits am Freitag oder Sonnabend aufgrund der Kälte entwickelt hatte. Finanzielle Sorgen bereitet der Vorfall nicht: „Wir sind versichert“, betont Weigand.

Auf dem Fußboden steht Wasser, die Räume sind dadurch vorübergehend nicht nutzbar.

Schnelle Reaktion und große Hilfsbereitschaft

Besonders positiv hebt die Gesamtleiterin die schnelle Organisation hervor. „Seit 6.30 Uhr liefen die Drähte heiß. Im Zehn-Minuten-Takt war der nächste Ansprechpartner erreichbar – vom Gebäudemanagement über Versicherungsexperten bis hin zu Gutachtern und Handwerkern.“ Die Arbeiten zur Schadensbehebung und Trocknung der Räume starteten noch am Montag.

Auch die Eltern wurden frühzeitig informiert. „Wir haben sie noch vor der Öffnungszeit benachrichtigt“, sagt Weigand. Familien, die die Nachricht nicht mehr rechtzeitig erreicht hatte, seien vor Ort vom Personal aufgeklärt worden. Nach ihren Angaben blieb die Situation ruhig und verlief ohne Zwischenfälle.

Alternative für Eltern und Kinder

Innerhalb der Deutschen Kindergärten Apenrade habe sich zudem umgehend große Hilfsbereitschaft gezeigt. Ziel sei es gewesen, die Betreuung der Kinder bereits ab Dienstag wieder sicherzustellen – zunächst an einem anderen Standort.

Inzwischen steht eine Übergangslösung fest: Personal und Kinder können vorübergehend in nahe gelegene Räumlichkeiten ausweichen. „Wir sind sehr dankbar für die schnelle Unterstützung“, betont Weigand und verweist auf die Deutsche Schule Pattburg, die ihre Räume in dieser Woche zur Verfügung stellt. Für die Eltern bleibe der Weg damit unverändert – ein wichtiger Aspekt angesichts der aktuellen Witterungsbedingungen.

Ab der kommenden Woche sollen weitere Betreuungsalternativen gemeinsam mit anderen Einrichtungen der DKA organisiert werden. Parallel dazu laufen alle notwendigen Maßnahmen, um den Kindern so schnell wie möglich die Rückkehr in ihre gewohnte Umgebung zu ermöglichen.

Unklare Dauer der Trocknung

Wie lange der Kindergarten in Pattburg geschlossen bleiben muss, lässt sich derzeit noch nicht genau sagen. „Vorsichtige erste Einschätzungen sprechen von rund 20 Tagen, bis alles wieder trocken ist“, sagt die DKA-Gesamtleiterin. Da möglicherweise nicht alle Räume betroffen seien, könnten sich jedoch auch schnellere Lösungen zumindest für Teile der Einrichtung ergeben.

Bis dahin heißt es für Kinder, Eltern und Personal: improvisieren. Klar sei, so Weigand, dass die Betreuung der Kinder gesichert werde, auch wenn dafür vorübergehend andere Wege und Orte notwendig seien.