Deutsche Minderheit

Einmal um die Insel Alsen rudern: Die Tradition lebt

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Insgesamt neun Stationen zum Wechseln der Bootsbesatzung gibt es am Tag der Insel-Umrundung.

Mitglieder des Deutschen Rudervereins Norderharde haben am Sonntag die Insel Alsen im Ruderboot umrundet. Die Staffel-Fahrt verbindet seit über 30 Jahren sportliche Herausforderungen mit geselligem Austausch. Und funktioniert mittlerweile auch grenzüberschreitend zwischen Deutschland und Dänemark.

Einmal im Jahr umrunden Mitglieder des Deutschen Rudervereins Norderharde zusammen mit Gästen aus anderen Vereinen die Insel Alsen (Als).

Diese Tradition entstand vor über 30 Jahren und zieht seitdem regelmäßig Ruderbegeisterte aus der Region an. Bei der jüngsten Fahrt am Sonntag nahmen 21 Personen teil, auch Mitglieder des Deutschen Rudervereins Germania aus Sonderburg (Sønderborg) schlossen sich dem Ausflug an.

Die diesjährige Fahrt zeichnete sich durch einen besonders grenzüberschreitenden Charakter aus: Ruderfreundinnen und Ruderfreunde vom „Ersten Kieler Ruder-Club“ kamen über die Grenze gefahren und ruderten im Vierer-Ruderboot mit Steuerperson mit.

Dieses Jahr startete die Inselumrundung um 7.15 Uhr in der Früh. Die Route mit insgesamt neun Etappen führte zunächst bei Nordwestwind nach Augustenhof, von wo aus die Besatzung den „Rücken“ von Alsen in Angriff nahm. „Dort hatten wir bei Nord-West-Rückenwind, das ging gut bis Pöhl“, erzählt Walter Christensen, der Vorsitzende des DRN.

Während draußen auf dem Wasser die Wellen auf der Bucht toben, wechselt das Team im Windschatten vor Mummark.

Dann ging es gegen den Wind in Richtung Westen. „Mit sehr hohen Wellen und schwierigen Verhältnissen“, so der Vorsitzende, der bei zwei Etappen mit ruderte. Das Staffelteam gelangte bis Drejby und anschließend bis nach Höruphaff (Høruphaf) in den Hafen.

Nach jeder Teilstrecke erfolgte ein Wechsel. Während ein Teil der Teilnehmenden im Boot ruderte, fuhren die weiteren Teammitglieder mit dem Auto zum nächsten Treffpunkt.

„So kann jeder und jede immer wieder Crew und Strecke wechseln, und es entsteht vielfältiger Austausch“, sagt der Vorsitzende Walter Christensen, der seit Jahrzehnten an der Veranstaltung teilnimmt.

Während eine Bootsbesatzung rudert, hat der Rest der Truppe Pause.

Die Teilnehmenden brachten Verpflegung für unterwegs mit, machten Picknickpausen oder nahmen ein Bad an einem der vielen Strände. Der Vorsitzende Walter Christensen sagt: „Man hat Zeit zum Reden, Ausruhen und genießt die Bewegung an der frischen Luft. Am Abend spürt man diese angenehme Müdigkeit nach einem Tag auf dem Wasser.“

Wegen der windigen Verhältnisse fuhr der DRN das Boot zum Deutschen Ruderverein Germania, wo die Teilnehmenden es wieder ins Wasser setzten und weiter nach Ballebro ruderten. Die letzte Etappe führte von Ballebro mit Rückenwind nach Düwig.

Die Inselumrundung sei mittlerweile eine Veranstaltung, die grenzüberschreitend verbindet und Teilnehmende aus beiden Ländern zusammenbringt, sagt der Vorsitzende.

Nach etwa zwölf Stunden unterwegs auf dem Wasser kam das Boot am Steg in Düwig an.

Nach der letzten Etappe versammelten sich alle Beteiligten auf der Bootsbrücke, um gemeinsam den Tag ausklingen zu lassen, und auch der traditionelle „Brückenschnaps“ durfte nicht fehlen. Beim Pizzaessen im Bootshaus klang der Tag der Inselumrundung aus.

Die Rudergruppe ließ die Inselumrundung bei einem gemeinsamen Pizzaessen im Bootshaus ausklingen.