Staatsbürgerschaft

Für SP ist der Händedruck kein Muss für Staatsbürgerschaft

Für SP ist der Händedruck kein Muss für Staatsbürgerschaft

Für SP ist der Händedruck kein Muss für Staatsbürgerschaft

Tondern/Tønder
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Jørgen Popp Petersen ist gegen den Händedruck. Foto: K. Riggelsen

Für Jørgen Popp Petersen, Stadtratsvertreter der Schleswigschen Partei (SP), ist es nicht nötig, wenn Ausländer bei der Erlangung der dänischen Staatsbürgerbürgerschaft dem Offiziellen der Kommune Tondern die Hand drücken muss.

Wenn ein Ausländer die dänische Staatsbürgerschaft beantragt hat, muss er/sie laut Gesetzesvorlage des Ausländer- und Integrationsministeriums ab 2019 von seiner Heimatkommune mit anderen Bewerbern zu einer Feierlichkeit in einem angemessenen und feierlichen Rahmen eingeladen werden.

In der Kommune Tondern wird dieser Rahmen das Sitzungszimmer des früheren Kreisgebäudes sein. Dort soll der/die Bewerber/-in von Bürgermeister Henrik Frandsen oder seinen Stellvertretern begrüßt werden, der den Anwesenden den Ablauf der Feierlichkeiten erklären muss. Dass die Antragsteller zum Schluss der Veranstaltung, wenn die Erlangung der neuen Staatsbürgerschaft bestätigt wird, dem Gastgeber die Hand drücken müssen, hält Jørgen Popp Petersen, Stadtratsvertreter der Schleswigschen Partei (SP) in Tondern, nicht für notwendig.

„Ein Händedruck sollte keine Bedingung sein, um die dänische Staatsbürgerschaft zu bekommen“, meint der SP-Vertreter, nach der Sitzung des Ökonomieausschusses. Er war aber das einzige Ausschussmitglied, der diese Meinung vertrat.

Wenn der Bürgermeister an der Teilnahme verhindert ist, soll er vom 1. Vizebürgermeister Bent Paulsen (Dänische Volkspartei) bzw. der 2. Vizebürgermeisterin Mette Linnet (Venstre) vertreten werden. Im vergangenen Jahr nahmen nur sechs Personen an dieser Zeremonie teil.

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