Handball

SønderjyskE-Handballerinnen bleiben zweitklassig

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Karin Riggelsen

Der Traum vom Liga-Aufstieg ist für die SønderjyskE-Handballerinnen geplatzt. Der Erstdivisionär bot dem etablierten Erstligisten TTH Holstebro zwar die Stirn, musste sich aber nach einem 23:28 im Hinspiel auch im zweiten Aufeinandertreffen vor rund 500 Zuschauern im Apenrader Idrætscenter geschlagen geben. TTH Holsebro war in den entscheidenden Phasen des Spiels die abgeklärtere Mannschaft und sicherte sich letztenendes ungefährdet mit einem 27:23-Erfolg das Ticket für die Liga-Saison 2017/18.

„Ich kann nicht unzufrieden sein. Wir haben über diese zwei Spiele gute Leistungen gezeigt und uns teuer verkauft, aber unterm Strich hat die Klasse gefehlt, um Holstebro zu schlagen“, meint SønderjyskE-Trainerin und Sportchef Olivera Kecman unmittelbar nach der Schlusssirene.

Einen offenen Schlagabtausch gab es in der ersten Halbzeit, die Führung wechselte hin und her. Über ein 2:4, 5:4, 5:6, 7:6, 8:9 und 10:11 ging es mit einer 12:11-Führung für SønderjyskE in die Halbzeitpause. Die Gastgeberinnen hatten immer dann Erfolg, wenn sie mit ihrem hohen Tempo den noch nicht sortierten Gegner überlisten konnten, aber ihre Probleme, wenn die gegnerische Abwehr ihre Ordnung gefunden hatte. Nur Camilla Nissen hatte auch in solchen Situationen den Schlüssel zur gegnerischen Deckung gefunden und konnte sich in der ersten Halbzeit sechsmal auf eigene Faust durchsetzen.

Aber wie schon im Hinspiel legten die Hellblauen einen miserablen Start in die zweite Halbzeit hin. Olivera Kecman schrie ihren Frust heraus, als sie in der 40.  Minute beim Stande von 13:15 eine Auszeit nahm. Die SønderjyskE-Trainerin hatte sieben Minuten auf das erste Tor der eigenen Mannschaft in Halbzeit zwei warten müssen, doch auch der Wutausbruch konnte den in die Schieflage geratenen SønderjyskE-Dampfer wieder aufrichten.

Der Erstdivisionär hatte auf Kontertore gehofft, wurde aber selbst ausgekontert. TTH Holstebro konnte mit einigen Treffern nach Tempogegenstößen auf 20:16 (47.) davonziehen. SønderjyskE schöpfte noch einmal Hoffnung, als man von einem gegnerischen Wechselfehler und einer Zwei-Minuten-Strafe profitierte und auf 18:20 (49.) verkürzen konnte, doch die Gäste  ließen nichts mehr anbrennen und hatten beim Stande von 21:26 ihre höchste Führung. 

„Der Start in die zweite Halbzeit wurde wie im Hinspiel wurde wieder teuer, aber wir konnten diesmal die Talfahrt früher bremsen. Wir sind wieder rangekommen, aber es hat den letzten Tick gefehlt“, meint Olivera Kecman:  „Holstebro hat einen teureren Kader und drei Spielerinnen, die Nationalmannschafts-Erfahrung gesammelt haben. Das ist letztenendes der Unterschied gewesen.“

SønderjyskE - TTH Holstebro (12:11) 23:27
SønderjyskE: Louise Egestorp, Orsolya Kurucz – Yasmin Sieljacks, Celina Hehnel Hansen, Cecilie Kirkeby Brandt, Emma Kiellberg (2/1), Lea Rømer, Helena Løjborg (3), Frida Blohm (1), Rikke Hoffbeck, Camilla Nissen (11/4), Nina Bech (1), Anne-Sophie Ernø Johannsen, Leonora Demaj, Emily Baunsgaard (4).
TTH Holstebro: Marianne Lundsby, Ida Kramer Vium – Pauline Bøgelund (5), Mathilde Hylleberg, Maja Eriksson, Sofie Lund, Mathilde Neesgaard (4), Christina Haahr, Emilie Bastrup Bertelsen, Sara Trier Hald (2), Hege Bakken Wahlquist (4), Amalie Wichmann, Annette Jensen (5/4), Line Mai Nørgaard Hougaard (3), Line Skak (1).
Zeitstrafen: 2:5. Siebenmeter: 6:4.
Schiedsrichter: Daniel Stentoft Møller/Jakob Falkenberg Hansen.
Zuschauer: 500.

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