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Flensburger verwöhnen künftig Sonderburgs Burger-Fans

Flensburger verwöhnen künftig Sonderburgs Burger-Fans

Flensburger verwöhnen künftig Sonderburgs Burger-Fans

Sonderburg/Sønderborg
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Julian Petersen (l.) und Simon Borg vor „Lazy Dog" Foto: Karin Riggelsen

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Der Sonderburger Burger-Tempel „Lazy Dog“ wurde 2022 geschlossen. In Kürze dürfen sich die Sandwich-Gourmets dort aber wieder verwöhnen lassen.

Wer seit einigen Monaten traurig nur an der verschlossenen Tür des Burger-Restaurants „Lazy Dog“ in der Store Rådhusgade 10 gerüttelt hat, darf sich für Freitag, 17. Februar, 17 Uhr, ein dickes Kreuz in den Kalender machen.

Das „Lazy Dog“ wird erneut geöffnet – mit dem gleichen Menü, dem gewohnten Personal und der gleichen sehr rustikalen und urgemütlichen Einrichtung. Aber mit neuen Besitzern.

Alles wie bisher

Julian Petersen (29) und Simon Borg (31) aus Flensburg haben nach einem sehr kurzen Gespräch mit dem einen der beiden Brüder von „Lazy Dog“, Kacper Stefanski, sofort eingewilligt.

Das 220 Quadratmeter große Restaurant mit der gemütlichen Terrasse auf dem Hinterhof und das Konzept des Hauses wollten die beiden Deutschen gern übernehmen.

Simon Borg (l.) und Julian Petersen in dem gemütlichen Restaurant Foto: Karin Riggelsen

„Wir räumen ein wenig auf, aber sonst bleibt alles so, wie es vorher war. Das Konzept hier war schon immer gut“, so Julian Petersen, der bereits in Flensburg eine Burger-Niederlassung leitet.

„Wir wollen nichts Neues machen“, pflichtet ihm Simon Borg bei. Er führt in Flensburg ein digitales Marketingbüro. Ein dritter stiller Teilhaber der Fördestadt wird nicht namentlich genannt. Kacper und Simon Stefanski mussten wegen eines Todesfalles in der Familie wieder nach Polen ziehen.

Die rustikale Einrichtung des Lazy Dog Foto: Karin Riggelsen

Restaurant und Take-away

In Sonderburg werden die beiden Flensburger nicht wie die Brüder Stefanski jeden Tag anwesend sein. „Wenn man es gut organisiert, dann sind wir lediglich ein Kontrollteam. Wir sehen, wie es laufen wird“, so Simon Borg.

Der Burger. Den kriegst du selbst in New York nicht besser.

Simon Borg, „Lazy Dog“ Sonderburg

Die sieben Angestellten wurden von den neuen Besitzern übernommen. Ein weiterer war schnell gefunden. „Lazy Dog“ hat 80 Sitzplätze im Restaurant und 40 im Freien. „Lazy Dog“ wird nicht nur die Gäste in dem gemütlichen Ambiente verwöhnen. Hungrige Kundinnen und Kunden können sich auch beim Take-away ein Mahl holen.

„Lazy Dog“ sollte bestehen

Kacper Stefanski wird seinen Nachfolgern in den ersten zwei Wochen noch hilfreich unter die Arme greifen.

Die Räume sind cool und sehr geschmackvoll. Foto: Karin Riggelsen

„Er hat uns sehr geholfen. Er achtete aber auch darauf, dass alles so weitergeht, und dass ‚Lazy Dog' noch lange besteht“, stellen die Flensburger fest. Die neuen Besitzer haben nur positives Feedback auf ihre Fragen erhalten. „Alle waren superfreundlich und -herzlich. Alle freuten sich, dass ‚Lazy Dog' weiterläuft“, so Julian Petersen.

Bester Burger in Dänemark

Die Brüder Kacper und Simon Stefanski läuteten mit ihrem Restaurant „Lazy Dog“ 2017 eine neue Burger-Ära am Alsensund ein. Die Kundschaft war so begeistert, dass sie das junge Unternehmen auf der Homepage OpdagDanmark zum „Besten Burger in Dänemark“ kürte. Nach einem Brand musste das Restaurant 2020 von der Perlegade zur Store Rådhusgade 10 ziehen. 2022 mussten die Brüder aber wieder heim nach Polen, ihr Vater war gestorben.

Eine Schaufensterpuppe und viele Spiegel an der grünen Wand Foto: Karin Riggelsen

Wie zuvor werden die Brötchen bei „Lazy Dog“ von „Byens Brødhus“ und das Fleisch von „Rønhaveslagteren“ geliefert. Die beiden Flensburger sind aus purer Liebe zum Burger nach Sonderburg gekommen. In den vergangenen anderthalb Jahren jede Woche einmal. Julian Petersen spielte auch mit dem Gedanken, eine „Lazy Dog“-Abteilung in Flensburg zu eröffnen. Aber daraus wurde nichts. Dafür übernehmen die beiden Kompagnons von Süden aber jetzt das Original im sogenannten Sonderburger Minenfeld.

Angestellte wollen alle bleiben

Aber was ist bei „Lazy Dog“ eigentlich so fantastisch? „Der Burger. Den kriegst du selbst in New York nicht besser. Gepaart mit dem Flair – hier steckt einfach ganz viel Kacper und Simon drin“, stellt Simon Borg fest.

Julian Petersen in der Bar Foto: Karin Riggelsen

Dass es auch für die Angestellten ein guter Arbeitsplatz war, zeigte sich bei der Frage, ob sie auch bei neuen Besitzern im Betrieb bleiben. Alle willigten sofort ein.

Die beiden Flensburger haben in ihrem Leben schon diverse Burger verzehrt. Simon Borg hat sich das Fastfood schon in Amerika, London, Irland, Jamaika – und Dänemark schmecken lassen. Die beiden neuen Chefs haben schon diverse Familienmitglieder und Freunde in die Hochburg des „Lazy Dog“ nach Sonderburg geschleppt. Das wird nun bestimmt noch häufiger passieren.

„Es werden mehr aus Flensburg kommen“, so die Einschätzung der neuen Besitzer.

Die neuen Besitzer vor der Efeu-Wand mit Logo Foto: Karin Riggelsen
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