Deutsche Minderheit

Wahlvorbereitungen im Folketing: „Wir sind bereit, mit allen zu reden“

Wahlvorbereitungen im Folketing: „Wir sind bereit, mit allen zu reden“

Wahlvorbereitungen im Folketing: „Wir sind bereit, mit allen zu reden“

Tingleff/Tinglev
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Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen bei der Delegiertenversammlung des BDN in Tingleff im Gespräch mit Stephan Kleinschmidt von der Schleswigschen Partei in Sonderburg und Büchereidirektorin Claudia Knauer. Foto: Gwyn Nissen

Was bedeutet die politische Lage in Kopenhagen für die deutsche Minderheit? Diese Frage hatte sich Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen gestellt und seine Antwort auf der Delegiertenversammlung fiel positiv aus.

Mit Blick auf die beginnende Wahlvorbereitung auf Christiansborg fragte der Leiter des Deutschen Sekretariats in Kopenhagen, Jan Diedrichsen, bei der Delegiertenversammlung des Bundes Deutscher Nordschleswiger in der Nachschule Tingleff: Was bedeutet die politische Lage in Kopenhagen für die deutsche Minderheit?

„Wir sind bereit, mit allen zu reden. Derzeit wird viel vorbereitet für eine Wahl. Und natürlich wird auch darauf geschaut, wie eine Kommunalwahl bei uns ausgeht. Das ist natürlich nicht nur der Grund, warum die Abgeordneten uns wohlgesinnt sind. Aber sie schauen schon ganz genau, wie und wo abgestimmt wird“, so Diedrichsen.

„Für uns, wenn die Wahl kommt, ist es im Prinzip egal. Die gute Zusammenarbeit mit der Politik wird weitergeführt“, so der Sekretariatsleiter. Dass mit den Mitteln für die erweiterte Online-Kommunikationsplattform des Nordschleswigers eine weitere Institution ins Finanslov (in den Staatshaushalt) aufgenommen worden ist, sei ein Meilenstein. „Auch wenn die Mittel erst mal befristet sind, wenn man erst mal im Finanzhaushalt steht, bleibt man erst mal drinnen“, schätzte Jan Diedrichsen.

Gute Beziehung

In seinem Jahresbericht analysierte Jan Diedrichsen auch die Beziehungen zwischen Kopenhagen und Kiel. Der neue Ministerpräsident Daniel Günther habe „sehr viel Wert darauf gelegt, dass er schnell in Kopenhagen zu Besuch ist“, weitaus schneller als sein Vorgänger Torsten Albig. „Der neue Ministerpräsident sucht die gute Zusammenarbeit mit Kopenhagen intensiv.“ Dass der abschließende Termin des Ministerpräsidenten-Besuches in Kopenhagen sowie die Pressekonferenz im deutschen Sekretariat stattgefunden habe, hob Diedrichsen positiv hervor. Bereits am Sonnabend gibt es in Flensburg in Verbindung mit den Årsmøder der dänischen Minderheit ein Wiedersehen der beiden Spitzenpolitiker. Und: Das Jubiläumsjahr zur Grenzziehung, 2020, sei fraglos ein Hauptthema in den Gesprächen mit Kiel.

„Schleswig-Holstein will etwas leisten, und es ist eine schöne Brücke, die dort gebaut wird.“

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