KursKultur-Projekt

Verzweiflung, Freude, Liebe: getanzte Bausteine des Lebens

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Knivsberg /Knivsbjerg  
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Leben heißt Bewegung: Zwei Schülerinnen tanzen zum Thema Elemente auf dem Knivsberg. Foto: Heiner Seemann

Im KursKultur-Projekt Elemente beschäftigen sich Schüler einer dänischen und deutschen 7. Klasse gemeinsam mit dem Thema Nachhaltigkeit. Am Donnerstag tanzten sie auf dem Knivsberg durch die großen Themen des Lebens.

Nachhaltig leben – was bedeutet das eigentlich? Im KursKultur-Projekt Elemente haben sich Schüler einer dänischen und deutschen 7. Klasse gemeinsam mit dem Thema beschäftigt. Auf dem Knivsberg bearbeiteten in dieser Woche Schüler der Gråsten Skole unter Leitung von Anne-Merete Fenger Maron und Jens Jørgensen sowie Jugendliche der Emil-Nolde-Schule Neukirchen, unter Leitung von Uwe Thomsen und Femke Magnussen das Thema Nachhaltigkeit. Und zwar tanzender Weise.

Das Ziel des Projektes: das das Interesse der Schüler an der Klimaveränderung wecken. Nach den ersten informativen und erkundenden Phasen mit dem Naturcenter Tønnisgaard, angeleitet von Bente Krog Bjerrum, und dem Naturkundemuseum Niebüll mit Carl-Heinz Christiansen arbeiteten die Schüler ihre gewonnenen Basisinformationen zu diesen wichtigen Urelementen weiter aus. Sie setzten sich mit den Bausteinen des menschlichen Lebens auseinander.

Gespannt schauen die Zuschauer auf die Performance. Foto: Heiner Seemann

Politische, ökologische und sozioökonomische Aspekte

Besonders politische, ökologische und sozioökonomische Aspekte spielten eine große Rolle.
Ihre Erfahrungen, Utopien sowie einen klaren Appel für ein verstärktes Bewusstsein im Umgang mit Ressourcen wurden zum Roten Faden einer tanztheatralen Umsetzung, die Dipl.

Choreographin Stela Korljan und Dipl. Bühnentanzpädagoge Mircea Suciu-Korljan geleitet haben. Suche, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Freude, Liebe, Freundschaft aber auch Angst und Ungewissheit – das alles spürte man beim Anblick der Bewegungsabläufe.

„Es entstanden ergreifende Bilder über die Schnelligkeit der heutigen Welt, die Freundschaft, aber auch über das Fehlen von Empathie, Wirrwarr und Wahnsinn vermeidbarer Kriege und Auseinandersetzungen sowie Endzeit-Szenarien einer durch unsere Handlungen nicht bewohnbaren Erde“, so Choreographin Stela Korljan.

Luft und Wasser waren zwei der Themen, die tänzerisch dargestellt wurden. Hier die Luft. Foto: Heiner Seemann

Begeistertes Publikum

Das großartige Schlussbild einer Utopie der heilen Welt und glücklichen Menschen ging unter die Haut. Das überaus begeisterte Publikum, Schüler der teilnehmenden Schulen mit ihren Eltern, erlebten eine bewegende Vorstellung, die zum Nach- und Umdenken im Umgang mit den Ressourcen anstiftet und feierten sie mit langanhaltendem Beifall.

Das Tanztheater bestach mit einer für Schulvorstellungen ungewohnter Professionalität. Das Ensemble forderte auf beiden Sprachen laut und klar zu einem ersten gemeinsamen Schritt auf. Die Abschlussveranstaltung, die im Dezember in der internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg stattfindet, widmet sich den beiden anderen Urelementen, Feuer und Erde.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“