Nordschleswig-Entscheid

Spannendes Vorlesefinale

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Auf dem Foto (v. l.) Sieger Nils Stahlhut, der Zweitplatzierte Leif Morten Curdes sowie Victoria Holm und Vincent Daberkow, die sich Rang drei im Nordschleswig-Entscheid teilen. Foto: V. Heesch

Beim Nordschleswig-Entscheid des Wettbewerbs der 6. Klassen in der Deutschen Zentralbücherei Apenrade siegte Nils Stahlhut.

Beim diesjährigen Nordschleswig-Entscheid im Vorlesewettbewerb der deutschen Schulen in Nordschleswig in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentralbücherei Apenrade gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den zehn Schulsiegern. Nach zwei Vorleserunden mit Lesung aus Büchern eigener Wahl und unbekannten Texten rief die Jury Nils Stahlhut aus der Deutschen Schule Pattburg als Sieger des Wettbewerbs aus. Knapp hinter ihm rangierte Leif Morten Curdes, Fördeschule Gravenstein, als Zweitplatzierter. Den Rang drei belegen zusammen Victoria Holm und Vicent Daberkow, die Schulsieger in den deutschen Schulen in Feldstedt und Hadersleben geworden waren. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen werden zum Lesewettstreit eingeladen.

Die Gewinner beim Nordschlewig-Entscheid konnten sich als Preise Bücher aussuchen, die von der Deutschen Zentralbücherei gestiftet wurden. Alle zehn Schulsieger bekamen je ein Buch, das der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zur Verfügung gestellt hat, der in ganz Deutschland seit über 60 Jahren Vorlesewettbewerbe veranstaltet, an denen sich die deutschen Schulen in Nordschleswig seit Jahrzehnten beteiligen. Eröffnet haben gestern den Lesewettkampf in der Deutschen Zentralbücherei Büchereidirektorin Claudia Knauer und die designierte Schulrätin des Deutschen Schul- und Sprachvereins, Anke Tästensen. Mit dabei waren Angehörige der Kinder sowie Schlachtenbummler aus den Heimtschulen der Finalisten.

„Alle, die heute beim Wettbewerb dabei sind, haben schon gewonnen“, machte Wettbewerbsleiterin Birte Kristensen den Jungen und Mädchen Mut, die sichtlich unter Spannung standen, bevor sie jeweils am Tisch mit Blick auf das Publikum ihren Vortrag begannen. In der Jury saßen neben der Vorjahressiegerin des Wettbewerbs, Annika Petersen, Wettbewerbsleiterin Birte Kristensen, Deutsche Schule Tingleff, Heiderose Westergaard, Deutsche Schule Pattburg, Kinder- und Jugendbuchbibliothekarin Silke Amthor sowie Redakteur Volker Heesch, Der Nordschleswiger.

In der Pause beim Wettstreit gab es Leckerbissen. Foto: Karin Riggelsen

Bücher aus eigener Wahl

In der Vortragsrunde aus Büchern eigener Wahl stellten die Jungen und Mädchen zunächst kurz ihre Bücher vor. Dabei konnten Jury und übrige Zuhörer an der Auswahl der Bücher feststellen, dass spannende Kinderkrimis, Fantasietexte mit Verwandlung in einen Werwolf oder auch Todesängste im Meer zwischen gefährlichen Haien nach dem Geschmack der jungen Leseratten sind. Die durchweg sehr gut vorgetragenen Texte fesselten die Zuhörerschaft, egal ob man in einer Kapsel schwindelerregend durch einen Tornado über der Landschaft schwebte oder eine Gruppe von Rabauken in einem Hühnerstall auf Klautour war.

„Nun beginnt der herausfordernste Teil des Wettbewerbs.“ Mit diesen Worten leitete Birte Kristensen nach der Pause mit Erfrischungen den Schluss des Wettkampfes ein, bei dem mit Auszügen aus dem Buch Lottery Boy von Michael Byrne eine so spannende Geschichte präsentiert wurde, dass nach dem Wettkampf die Frage kam, ob man das Buch ausleihen könne. Es ging um einen zwölfjährigen Jungen in London, der zahlreiche schwere Herausforderungen meistern musste, bevor es ihm gelang, mit einem Lotteriegewinn, der ihm fast entrissen worden war, ein glücklicheres Leben zu erreichen.

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