100 Jahre Grenzziehung

Schlie: Freundschaft im Grenzland keine Selbstverständlichkeit

Schlie: Freundschaft im Grenzland keine Selbstverständlichkeit

Schlie: Freundschaft im Grenzland nicht selbstverständlich

Volker Heesch/Monika Thomsen
Tingleff/Tinglev
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Landtagspräsident Klaus Schlie (l.) in der Sporthalle Tingleff im Gespräch mit dem deutschen Botschafter Detlev Rünger und der Gesandten Anke Meyer. Foto: Volker Heesch

Der schleswig-holsteinische CDU-Politiker lobt die Rolle der deutschen Nordschleswiger als Bindeglied zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein. Die Rolle als Brückenbauer war der Minderheit 1920 nicht in die Wiege gelegt.

Der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) hat in seiner Ansprache beim Deutschen Tag in Tingleff/Tinglev die positive Rolle der deutschen Minderheit als Bindeglied zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein gewürdigt.

Brückenbau nicht abgeschlossen

„Die Rolle eines Brückenbauers war der deutschen Minderheit bei der Grenzziehung 1920 nicht in die Wiege gelegt“, so Schlie. Der Prozess sei nicht abgeschlossen, ebenso wie der Wille weiter erforderlich sei, Hindernisse im Grenzland aus dem Weg zu räumen. Auch müsse der Untergrund der grenzüberschreitenden Brücken gut sein, so der Landtagspräsident.

Passage in beide Richtungen

Wichtig sei, dass sie in beide Richtungen passierbar sein müsse. Und er mahnte, dass die Freundschaft im Grenzland keine Selbstverständlichkeit sei. Er erinnerte an den Besuch Königin Margrethes in Schleswig-Holstein im September, bei dem sie auch dem Landtag in Kiel einen Besuch abgestattet hatte.

Besuch der Königin eine große Ehre

„Das war für uns eine große Ehre und Ausdruck des großen Vertrauens 100 Jahre nach der Grenzziehung, die Dänemark 1920 etwas größer und Schleswig-Holstein etwas kleiner gemacht hat“, so der Landtagspräsident. Schlie ging auf die vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Volksabstimmungen und der Grenzziehung ein und rief zum Besuch der Aufführungen mit der Theater AG des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig auf, die dem Geschehen der vergangenen 100 Jahre in einer szenischen Lesung neue Aktualität verleihen.

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