Auszeichnung

Offiziell: Zentralbücherei Apenrade ist ausgezeichnet

Offiziell: Zentralbücherei Apenrade ist ausgezeichnet

Offiziell: Zentralbücherei Apenrade ist ausgezeichnet

Apenrade/Aabenraa
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Anke Haagensen (Verband Deutscher Büchereien in Nordschleswig), Claudia Knauer (Deutsche Zentralbücherei Apenrade), Jens A. Geißler (Auditor), Friederike Sablowski (Auditorin), Andrea Koehn (Stadtbücherei Wedel), Niels Schmidt (Bürgermeister Stadt Wedel), Hans-Joachim Grote (Büchereiverein Schleswig-Holstein) und Susanne Bieler-Seelhoff (Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein) Foto: Jens Sauerbrey

Qualitätszertifikat für die Hauptbibliothek des deutschen Büchereiwesens in Nordschleswig. Die Zentralbücherei gehört zu den ersten beiden, die sich dieser Qualitätsprüfung stellten.

Qualitätszertifikat für die Hauptbibliothek des deutschen Büchereiwesens in Nordschleswig. Die Zentralbücherei gehört zu den ersten beiden, die sich dieser Qualitätsprüfung stellten.

Die deutsche Zentralbücherei Apenrade hat es jetzt schwarz auf weiß: Sie ist eine ausgezeichnete Bücherei. Am Mittwoch überreichte der Vorsitzende des Büchereivereins Schleswig-Holstein e. V., Hans Joachim Grote, einer zweiköpfigen Delegation des Verbandes Deutscher Büchereien in Nordschleswig das offizielle Qualitätszertifikat. Mit der Urkunde folgte ein Plexiglasschild, das sicherlich schon bald am Büchereieingang befestigt wird, damit Nutzer der Einrichtung wissen: Hier wird sehr gute bibliothekarische Arbeit geleistet.

„Diese wichtige Auszeichnung würdigt vorbildliche Bibliotheksarbeit und hebt deren hohe Qualität hervor. Sie ist Anerkennung und Ansporn zugleich“, betonte der Vorsitzende Grote im Rahmen der Zertifikatsvergabe unmittelbar vor der Mitgliederversammlung des Büchereivereins Schleswig-Holstein in der Büchereizentrale in Rendsburg.
„Ich bin ganz stolz auf meine Mitarbeiter, die reißen täglich wirklich viel und leisten einen Superservice, und nur deshalb war es möglich, dieses Zertifizierungsverfahren erfolgreich durchzuführen. Aber auf diesen Lorbeeren wollen wir uns nicht ausruhen. Die Zertifizierung ist ein Ansporn, nicht nachzulassen. Unser Motto muss heißen: Nach der Zertifizierung ist vor der Re-Zertifizierung“, sagt Büchereidirektorin Claudia Knauer. Als sie die Auszeichnung entgegengenommen hatte, präsentierte sie vor Vertretern des schleswig-holsteinischen Bibliothekswesens kurz „ihre“ Bücherei in Wort und Bild. Besonders der Tatsache, dass mit relativ niedriger Personalnormierung ein so hoher Standard erreicht werden konnte, zollten die Kollegen Respekt.

Büchereien können zertifiziert werden

Büchereien in Schleswig-Holstein können sich neuerdings hinsichtlich der Qualität ihrer Arbeit prüfen und zertifizieren lassen. Ziel ist es, herausragende Beispiele bibliothekarischer Arbeit in Schleswig-Holstein sichtbar zu machen. Das Verfahren stellt hohe Ansprüche. Die Zentralbücherei Apenrade gehörte zu den ersten beiden Büchereien, die sich dieser Qualitätsprüfung stellten.107 Kriterien werden im Detail bewertet. Erst bei Erreichen von mindestens 75 Prozent aller möglichen Punkte kann eine Zertifizierung erfolgen. Das Erfreuliche für den Büchereiverein Schleswig-Holstein: Beide Bewerber, neben der Zentralbücherei Apenrade war dies die Stadtbücherei Wedel, erfüllten die geforderte Mindestgrenze der vielen Kriterien in den Bereichen Strategische Ausrichtung, Personal und Organisation, Erreichbarkeit, Medien- und Informationsangebot, Kundenkommunikation und Marketing, Infrastruktur sowie Innovationen. Das Qualitätssiegel des Büchereivereins Schleswig-Holstein wird für eine Dauer von drei Jahren verliehen.

„Mit der Zertifizierung ist leider kein Preisgeld verknüpft. Auch die Urkunde ist nicht der wirkliche Lohn, sondern der Prozess an sich ist der Gewinn“, hob Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, hervor.
Dies kann die Direktorin des deutschen Büchereiwesens in Nordschleswig nur bestätigen. Die Tatsache, dass in Vorbereitung auf die Zertifizierung z. B. tagtägliche Arbeitsgänge hinterfragt und schriftlich festgehalten wurden, sei für nicht nur für sie, die relativ neu im Amt ist, sondern für alle Mitarbeiter äußerst wichtig und lehrreich gewesen. In manchen Bereichen wurde nachgerüstet, sodass man die Kriterien auch erfüllt. Das Qualitätssiegel gilt zunächst nur für die Zentralbücherei in Apenrade. „Bei den Filialbibliotheken in Hadersleben, Tondern, Tingleff und Sonderburg wird zwar ebenfalls herausragende Arbeit geleistet, aber da es sich um Ein-Frau-Büchereien handelt, können einfach manche der Kriterien nicht erfüllt werden“, so Knauer.

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