Deutsche Minderheit

Mehr Demokratie: SP erweitert Geschäftsführenden Vorstand

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Rainer Naujeck ist seit April 2022 kommissarischer Vorsitzender der Schleswigschen Partei.

Die Schleswigsche Partei will, dass künftig mehr Leute das Sagen haben, wenn es um wichtige Entscheidungen innerhalb der Partei geht. Die Idee für die nun durch die Delegierten abgesegnete Satzungsänderung ist auch aus der Not heraus geboren.

Die Schleswigsche Partei hat die Minderheit um eine Satzungsänderung gebeten und diese bekommen. Künftig wird sich der Geschäftsführende Vorstand (GV) der Minderheitenpartei aus einem oder einer Vorsitzenden, zwei stellvertretenden Vorsitzenden, der bzw. dem Parteisekretärin/ -Sekretär (ohne Stimmrecht) sowie den vier Kommunalvorsitzenden der nordschleswigschen Kommunen zusammensetzen.

Letztere waren bisher nicht Teil des GV.

Damit war ich fast allein stimmberechtigt – nicht gerade optimal.

Rainer Naujeck, kommissarischer Vorsitzender SP

Wozu die Änderung?

Die Idee für die Erweiterung ist etwas aus der Not heraus geboren. Denn die Partei ist bei ihrer Suche nach einer oder einem neuen Vorsitzenden noch zu keinem Ergebnis gekommen. Seit mehr als einem Jahr übernimmt der einst stellvertretende Vorsitzende, Rainer Naujeck, den Vorsitz kommissarisch. „Damit war ich fast allein stimmberechtigt – nicht gerade optimal“, sagt Naujeck dem „Nordschleswiger“.

Um solchen demokratischen Missständen vorzubeugen, will die Partei den geschäftsführenden Vorsitz breiter aufstellen.

Warum braucht die SP die Zustimmung der Delegiertenversammlung?

Der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) ist organisatorischer Träger der Schleswigschen Partei. Oberstes Organ beider Verbände ist die Delegiertenversammlung. Damit hat sie bei allen Grundsatzfragen das letzte Wort.