Deutsche Minderheit

Junge Menschen als Botschafter

Junge Menschen als Botschafter

Junge Menschen als Botschafter

Maylin Adomat
Apenrade/Aabenraa
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Viele junge Menschen zeigten Interesse an der Arbeit für die Minderheit. Foto: Karin Riggelsen

Im Haus Nordschleswig fand am Donnerstag das erste Treffen der Frühbotschafter statt. Junge Menschen werden hier zu Botschaftern für die deutsche Minderheit ausgebildet.

Schülerinnen und Schüler als Botschafter für die deutsche Minderheit – dieses Projekt gibt es schon seit einiger Zeit in Nordschleswig. Doch weil eine frühe Auseinandersetzung mit diesem Thema besonders wichtig ist, sollten nun auch jüngere Kinder die Möglichkeit erhalten, sich einzubringen.

Mehr als 30 Mädchen und Jungen der verschiedenen deutschen Schulen in Nordschleswig waren gekommen, um sich über die Arbeit der Frühbotschafter zu informieren und um zu lernen, wie sie in Zukunft die Bevölkerung für die deutsche Minderheit sensibilisieren und darüber hinaus auch andere Mitglieder der Minderheit unterstützen können.

Im Rahmen des Workshops nahmen die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Workshops teil und setzten sich intensiv mit der besonderen Situation im Grenzland, mit Zweisprachigkeit und auch mit ihrer eigenen Minderheiten-Identität auseinander.

Um den Mädchen und Jungen einen Einblick in ihre Arbeit zu geben, waren auch Mitglieder der 17- bis 18-jährigen Schülerbotschafter anwesend.

Nach einigen von den Schülerbotschaftern angeleiteten „Icebreaker“-Spielen, die sich inhaltlich auch an den Themen Identität und Grenzland orientierten, erzählten die älteren Jugendlichen ihre eigenen Geschichten, wobei sie positive wie auch negative Erfahrungen mit dem Leben in der Minderheit schilderten.

Die Schülerbotschafter teilten ihre Erfahrungen mit den angehenden Frühbotschaftern. Foto: Karin Riggelsen

An diesem Punkt konnten die Jüngeren schnell in das Gespräch einsteigen, denn alle hatten bereits ihre ganz persönlichen Erfahrungen in der Grenzregion gemacht. Die Jugendlichen hoben vor allem die Zweisprachigkeit als positiv hervor, da sie ihnen den Zugang zu zwei Kulturkreisen ermöglicht. Als negativ und belastend empfanden sie dagegen die Tatsache, dass sie oft mit Vorurteilen konfrontiert werden, wenn sie in Dänemark auch ihre deutsche Identität preisgeben.

Als umso wichtiger erschien den jungen Menschen daher die Arbeit der Frühbotschafter, durch die sie einen eigenen Beitrag für ein gutes Miteinander in der Grenzregion leisten möchten.

In den kommenden Wochen werden weitere Workshops folgen, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten.

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