Deutsche Minderheit

100 Geschichten aus dem Deutschen Museum Nordschleswig

100 Geschichten aus dem Deutschen Museum Nordschleswig

100 Geschichten aus dem Deutschen Museum Nordschleswig

Sonderburg/Sønderborg
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Ausschnitt des Einbands von Hauke Grellas Buch „100 Geschichten aus dem Deutschen Museum Nordschleswig“ Foto: Hauke Grella

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Die 230-seitige Veröffentlichung „100 Geschichten aus dem Deutschen Museum Nordschleswig" wird bei der diesjährigen Sankelmarktagung vorgestellt. Das Buch erzählt die facettenreiche Geschichte der deutschen Minderheit anhand ausgewählter Objekte und ihrer begleitenden Geschichten.

Die deutsche Minderheit in Nordschleswig feierte 2020 ihr 100-jähriges Bestehen. Um dieses Jubiläum zu begehen, startete der Bund Deutscher Nordschleswiger in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum Nordschleswig das Projekt „100 Jahre – 100 Gegenstände – 100 Geschichten". Das Ziel war es, die Geschichte der deutschen Volksgruppe durch die Vorstellung der 100 ausgewählten Gegenstände und ihrer begleitenden Geschichten zu erzählen. Die Präsentation erfolgte in den Jahren 2019 und 2020 im „Nordschleswiger".

Buchpräsentation bei der Sankelmarktagung

Aus den 100 Artikeln ist nun ein Buch mit dem Titel „100 Geschichten aus dem Deutschen Museum Nordschleswig“ entstanden, das am Sonnabend, 13. Januar, bei der Sankelmarktagung (11.-14. Januar 2024) vorgestellt wird.

„Die Arbeit an dem Projekt begann 2019, und bereits damals war der Wunsch, dass man das Ganze dann letztendlich auch in Buchform herausgibt. Das Buch ist nun tatsächlich gedruckt worden“, freut sich Hauke Grella, Leiter des Deutschen Museums Nordschleswig, dem die Auswahl der 100 Gegenstände und zugehörigen Geschichten oblag.

Gesamtüberblick bezüglich der Geschichte der Minderheit

„Die Geschichten haben grundlegend alle einen Bezug zur deutschen Minderheit und beziehen sich auf das kulturelle und politische Leben. Darüber hinaus werden auch die Deutschgesinnten vor 1920 vorgestellt, und damit also die Vorgeschichte der deutschen Minderheit“, sagt Grella, der meist einen bestimmten Gegenstand als Ausgangspunkt für die 100 Geschichten verwendet hat.

Hauke Grella ist der Leiter des Deutschen Museums in Sonderburg. Foto: Karin Riggelsen

„Manchmal ist es ein Bild, einmal ein Film gewesen, und natürlich haben wir uns auch mit der Sammlung auseinandergesetzt, die wir hier im Museum haben. Da haben wir viel Material aus den 20er-, 30er-, 40er-, 50er- und 60er-Jahren, weswegen sich viele Geschichten unter anderem auch auf die Volksabstimmung und die Zeit des Nationalsozialismus beziehen“, berichtet Grella.

Pläne für Publikation in dänischer Sprache

Das Buch „100 Geschichten aus dem Deutschen Museum Nordschleswig“ wird vorerst auf Deutsch veröffentlicht, mit Plänen für eine schnelle Veröffentlichung auf Dänisch.

„Das Ziel wird sein, dass wir es im Laufe des Jahres ebenfalls auf Dänisch herausgeben. Auch weil es für uns darüber hinaus als eine Art Museumskatalog fungieren wird und wir uns dadurch erhoffen, dass Besucherinnen und Besucher des Museums Interesse haben, das Buch mitzunehmen“, erklärt der Museumsleiter. Der Preis wird bei etwa 200 Kronen liegen.

Hauke Grella hat von 1989 bis 1999 die Ludwig-Andresen-Schule Tondern und anschließend bis 2002 das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig besucht. Danach studierte er an der Universität Flensburg Vermittlungswissenschaften mit den Fächerschwerpunkten Physik und Geschichte (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

„Die Artikel von damals wurden sprachlich noch einmal angepasst, da ich sie meist in Bezug zum Jahr 2020 geschrieben habe. Dann kam noch die Korrekturarbeit hinzu, und jetzt sind es 230 Seiten um und bei. Jeder Gegenstand, oder besser gesagt jede Geschichte wird auf zwei Seiten vorgestellt. Und dann enthält das Buch auch einen historischen Überblick und eine Einleitung sowie ein Vorwort“, so Grella.

 

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